SCHWEIZ: Hitlers beflissene Hehler

 

Ein Dreivierteljahr vor dem Zweiten Weltkrieg war die Macht, die bald das schlimmste Gemetzel der Geschichte anzetteln sollte, so gut wie pleite.

September als "Politische Verfassung der Portugiesischen Monarchie" durch die Cortes angenommen.

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Ein Dreivierteljahr vor dem Zweiten Weltkrieg war die Macht, die bald das schlimmste Gemetzel der Geschichte anzetteln sollte, so gut wie pleite.

Nach einem entscheidenden Sieg des römischen Feldherrn Scipio v. Hispania citerior Nordspanien und Hispania ulterior Südspanien. Die dort lebenden keltiberischen Stämme waren allerdings nicht bereit, die Herrschaft der Römer kampflos hinzunehmen.

Praktisch seit Beginn der römischen Präsenz gab es deshalb Widerstand der verschiedenen keltiberischen Stämme. So begann v.

Viriatus , einer der wenigen Überlebenden, wurde zum Führer der Lusitaner. Er konnte den Römern empfindliche Niederlagen beibringen und wurde so später zum Volkshelden. Erst Caesar gelang es jedoch ab 60 v. Die Keltiberer hatten eine Religion, in der zu wichtigen Anlässen Gefangene geopfert wurden.

Dies ist zum Beispiel von dem Geschichtsschreiber Appian für die Beerdigungsfeierlichkeiten des Viriatus verbürgt. Rom regierte das Land fast vier Jahrhunderte. Unter Augustus wurde 27 v. Hispania Carthaginensis und Gallaecia Callaecia. Die Christianisierung fand hauptsächlich im 4. Die Germaneneinfälle ab Wandalen , Alanen und Sueben beziehungsweise Westgoten verwüsteten die römische Provinz; sie entglitt um die Mitte des 5.

Jahrhunderts der römischen Herrschaft. Von den vier Völkern, die das Land eroberten, dominierten zunächst die Sueben im Gebiet des heutigen Portugal. Die Sueben wurden in den Nordwesten zurückgedrängt, ihnen verblieb das Gebiet nördlich bzw. Die Westgoten lösten sich nach und nach aus der Rolle von foederati des Römischen Reichs. Um entstand das älteste germanische Gesetzeswerk in lateinischer Sprache, der Codex Euricianus. Das Oströmische Reich erkannte die Existenz eines selbständigen Vandalenreiches an.

Das Herrschaftsgebiet des Westgotenreiches dehnte sich weiter auf die Iberische Halbinsel aus. Ihr König Leovigild unterwarf das Suebenreich und gliederte es ins Westgotenreich ein. Die junge asturische Monarchie verstand sich als Nachfolgerin und Erbin des Westgotenreiches. Beide Städte gingen allerdings wieder an die Mauren verloren.

Im Verlauf des Jahrhunderts festigte sich die Grafschaft Portucale , die zur Keimzelle des späteren Portugal wurde. Diese Bestrebungen nach Unabhängigkeit des portugiesischen Adels erlitten in der Schlacht von Pedroso eine Niederlage. Dessen Nachfolger Alfons VI. Daraufhin rief er Kreuzfahrer zu Hilfe. So kamen auch burgundische Ritter in das Land. Heinrich von Burgund , der Stammvater des ersten portugiesischen Königshauses, des Hauses Burgund , erhielt die Grafschaften Portucale und Coimbra.

Nach dem Tod von Alfonso VI. Erst wurde sie in Marokko mit der Eroberung Ceutas weitergeführt. Er unterzeichnete den bis heute geltenden Vertrag von Windsor , der Portugal und England verbündet. Durch die portugiesischen Entdecker und Eroberer schaffte sich das Land ein Kolonialreich und wurde durch den lukrativen Indienhandel zu einer führenden Handelsmacht Europas.

Dem standen die wohlbegründeten Ansprüche Philipps II. Daraufhin wurde Philipp II. Damit waren die beiden Kronen von Portugal und Spanien unter den Habsburgern vereint. Nach den Vereinbarungen mit den Cortes verpflichtete sich die spanische Seite allerdings, die portugiesische Autonomie zu respektieren. So sollten die beiden Staaten nicht vereinigt werden, sondern lediglich in Personalunion durch einen gemeinsamen Herrscher regiert werden.

Nur Portugiesen sollten in die Verwaltung berufen werden. Der König versprach die Cortes oft einzuberufen und zu konsultieren, in Madrid wurde ein mit Portugiesen besetzter Rat für portugiesische Angelegenheiten eingerichtet.

Die Azoren konnte Philipp I. Diese Heirat und seine Abstammung von Isabella von Portugal begründeten seinen Anspruch auf den portugiesischen Thron. Kaiserkrone und Stammlande fielen daraufhin seinem Onkel Ferdinand I. Seitdem war das Haus Habsburg in eine spanische und eine österreichische Linie geteilt. Philipp entsandte die Armada gegen England, die jedoch vernichtend geschlagen wurde.

In Portugal hatte Philipp eine Reihe von Aufständen niederzuschlagen. Der Regierungsantritt eines spanischen Königs war im Volke alles andere als populär. Da Sebastians Leiche auf dem Schlachtfeld von Alcazarquivir nie gefunden wurde, konnten falsche Sebastiane sich als der verschollene König ausgeben und Aufstände gegen Philipp hervorrufen. Die Versprechungen Philipps I. England, traditioneller Verbündeter Portugals, war nunmehr sein Gegner.

Auch die Niederländer mit ihrer aufstrebenden Seemacht, die sich gerade erst in einem blutigen Bürgerkrieg vom spanischen Joch befreit hatten, versuchten den spanisch-portugiesischen Interessen zu schaden, wo es ihnen nur möglich war. Alle diese Kriege, die Spanien zu führen hatte, ruinierten das Land und insbesondere die spanischen Staatsfinanzen. In Portugal und auch in Kastilien kam es deswegen zu Aufständen.

Ein Aufstand, den der Erzbischof von Braga und einige Adelige anstifteten, um die Habsburgerherrschaft wiederherzustellen, scheiterte. Portugal trat Tanger und Bombay an England ab. Durch den Verlust der ostindischen Kolonien wurde Brasilien jetzt zur wirtschaftlich bedeutendsten portugiesischen Kolonie. Rohrzucker , Gold und Diamanten aus Brasilien wurden zur wichtigsten Quelle portugiesischen Reichtums. Wegen der absehbaren Konfrontation mit den Spaniern verstärkte der König die Landesverteidigung.

So wurde ein permanenter Kriegsrat und ein geheimer Rat zur Verteidigung der Landesgrenzen gegründet. Unter Johann wurde Portugal wieder zu einem mächtigen und in Europa respektierten Land. Sein ältester Sohn, Alfons VI. Die Spanier besetzten Elvas. Eine portugiesisch-britische Streitmacht schlug die Spanier jedoch in mehreren Schlachten.

Die Spanier, durch die militärischen Niederlagen geschwächt, mussten im Frieden von Lissabon die portugiesische Unabhängigkeit anerkennen. Ceuta verblieb bei Spanien. Dieser verbündete sich mit der Königin gegen Alfons VI. Die Cortes setzten den König ab und ernannten Peter zum Regenten. Die Ehe des Königs wurde, da er sie angeblich nicht vollziehen konnte, aufgelöst. Die Königin heiratete daraufhin den Prinzregenten Peter.

Während der Regierung Peters II. Nach diesem Vertrag bekamen englische Produkte Zollpräferenz in Portugal im Ausgleich für englische Zollpräferenzen für portugiesischen Wein. Die nachfolgenden absolutistischen Könige riefen die alte Ständeversammlung nicht mehr ein.

Erst nach der liberalen Revolution von sollten die Cortes wieder zusammentreten. Portugal trat auf britisch-österreichischer Seite in den Spanischen Erbfolgekrieg ein. Im Jahr bestieg Johann V. Unter ihm wurde der Absolutismus eingeführt; die Cortes waren schon seit nicht mehr einberufen worden.

Wie in Frankreich kümmerten sich auch in Portugal die Adeligen nicht mehr um ihren Landbesitz, sie sanken zu reinen Höflingen herab. In seine Regierungszeit fiel das Ende des spanischen Erbfolgekrieges. Er kritisierte die Verschwendungssucht seines Vaters und dessen Unterstützung der Inquisition. Nachdem er so sein organisatorisches Geschick unter Beweis gestellt hatte, wurde Pombal zum Ersten Minister und damit zum Regenten Portugals ernannt.

Er legte den Grundstein für den Eintritt Portugals in die Moderne. Anstelle der traditionellen klerikalen Politik setzte der Marquis einen aufgeklärten Absolutismus. Dies brachte ihm schnell den Widerstand der Kirche ein. Als es zu einem nie aufgeklärten Attentat gegen den König kam, schlug Pombal zurück. Die Erziehung wurde laiisiert, Oppositionspolitiker, darunter auch der Herzog von Aveiro , wurden exekutiert, ein bedeutendes Mitglied der Jesuiten wurde auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Pombal schaffte die Sklaverei in Portugal ab, nicht jedoch in Brasilien. Sämtliche noch bestehenden rechtlichen Diskriminierungen gegen die neuen Christen getaufte Juden wurden aufgehoben, die Zensur wurde von der Kirche auf den Staat übertragen, die Inquisition der Aufsicht des Staates unterstellt. An der Universität wurde eine naturwissenschaftliche Fakultät gegründet, ein staatliches Schulwesen geschaffen, die Indianer in Brasilien emanzipiert.

Der Marquis sorgte dafür, dass verstärkt portugiesische Siedler in Brasilien angesiedelt wurden, und förderte den Brasilienhandel durch die Gründung von Handelsgesellschaften, darunter der Ostindischen Kompanie.

Sowohl die Landwirtschaft als auch der Handel erlebten in dieser Zeit einen Aufschwung, die finanzielle Lage des Staates verbesserte sich erheblich. Die letzten drei Jahre führte die Königin die Regentschaft für den erkrankten König. Der König stand deshalb vor der Wahl, entweder die weibliche Thronfolge zu ermöglichen - dann wäre seine Tochter Maria ihm auf den Thron gefolgt - oder an der männlichen Thronfolge festzuhalten; dann wäre sein jüngerer Bruder, Peter , als nächster in der Thronfolge berufen.

Das Dilemma wurde dadurch gelöst, dass Joseph seinen Bruder mit seiner Tochter verheiratete. Gemeinsam besteigen sie als Maria I. Lucien Bonaparte und Manuel de Godoy erpressten eine hohe Entschädigung, die in ihre eigenen Taschen wanderte. Dafür ignorierten sie die Wünsche Napoleons und verzichteten auf die Besetzung mehrerer portugiesischer Provinzen. Das französische Drängen wurde nach Napoleons Niederlage in der Seeschlacht von Trafalgar immer stärker.

Napoleon gelang es so, Portugal zu besetzen, General Junot eroberte Lissabon. Dreimal versuchten die Franzosen, das Land zu besetzen: Die erste Invasion von Junot war zunächst erfolgreich, bis ein britisches Expeditionscorps von Schon vor Kriegsbeginn hatte sich der Bankenplatz Schweiz als Beutekumpan für zwielichtige Requisitionen des Reiches bewährt. Es war allerdings kein schweizerisches, sondern ein internationales Institut, das im März Hitler beim Goldraub entgegenkommend zu Diensten war.

Eine ihrer Hauptaufgaben sollte die Abwicklung der Reparationen sein, welche die Sieger nach dem Ersten Weltkrieg den Deutschen aufgebürdet hatten. Zwar war die phantastische, aus dem Versailler Vertrag resultierende Forderung nach Wiedergutmachung in Höhe von Milliarden Goldmark längst an den Realitäten der Wirtschaftskrise gescheitert.

Das Gold des widerstandslos angeschlossenen Nachbarn Österreich war den Nazis problemlos in die Hände gefallen, 46 Millionen Dollar wert. Als sie im März Prag besetzten, griffen sie auch da nach dem Goldschatz der Zentral-. Rotpunktverlag, Zürich; Seiten; 36 Mark.

Es waren Goldbarren im damaligen Wert von 60,7 Millionen Franken. März über den Devisenwert verfügen. Der nur durch eine Indiskretion bekannt gewordene Vorgang ist um so bemerkenswerter, als die BIZ sich gut ein Jahr später weigerte, die Golddepots der drei baltischen Nationalbanken nach der Besetzung durch die Sowjetunion an Moskau auszuliefern: Gleichzeitig mit dem Krieg begannen die Deutschen einen organisierten Raubzug.

Die Beute oder deren Erlös landete, wie aus alliierten Dokumenten hervorgeht, meist auf dem sogenannten Asservat Der für Devisenreserve. Und da kam so einiges zusammen, obwohl die europäischen Staaten rechtzeitig vor Kriegsbeginn etwa zwei Drittel ihrer Goldvorräte nach Übersee gerettet hatten.

Es sollte nach Amerika in Sicherheit gebracht werden, doch die britische Korvette, die es abholen wollte, kam zu spät. In letzter Stunde, am Zunächst weigerten sich die Franzosen, den Besatzern die kostbare Beute auszuhändigen.

Dann gaben sie dem immer stärker werdenden Druck nach. Ab November setzten sich schwerbewaffnete Karawanen in Bewegung, deren Geschichte von Karl May erdichtet sein könnte: In anderthalbjähriger Odyssee brachten französische Soldaten den Schatz nach und nach von der Küste Westafrikas wieder nach Frankreich. Als die Belgier trotz aller Pressionen strikt ablehnten und dies auch den Franzosen mitteilten, verzichteten die Deutschen kurzerhand auf die Zustimmung.

Unter Berufung auf das Reichsleistungsgesetz vom 1. Den belgischen und französischen Nationalbanken wurde schriftlich mitgeteilt, auf Befehl des Reichsmarschalls und Beauftragten für den Vierjahresplan seien dafür Reichsschatzanweisungen über die Summe von ,15 Reichsmark beim Amtsgericht Mitte in Berlin zugunsten der Belgier hinterlegt worden.

Weder Belgier noch Franzosen haben diesen Zwangstausch je akzeptiert. Hauptabnehmer der germanisierten Barren war jenes Institut, das schon seit Kriegsbeginn einen blühenden Goldhandel mit dem Deutschen Reich betrieb: Deren Franken war seit die einzige frei konvertierbare Währung, überall als Zahlungsmittel akzeptiert.

So wurde die Schweiz zur lukrativen Golddrehscheibe des Kontinents. Ihre Banken, vor allem die Nationalbank, die beim Edelmetallhandel das letzte Wort hatte, kauften der Reichsbank jede beliebige Menge ab.

Zum Goldlieferanten Puhl, einem gerngesehenen Gast in den Berner Kontoren, entwickelte sich bald ein Vertrauensverhältnis, das nicht durch lästige Fragen nach der Herkunft des Segens getrübt wurde. Doch die Schweizer kauften weiter. Andere Neutrale, wie Spanien und Portugal - sehr spät erst Schweden - zierten sich, Reichsbank-Gold entgegenzunehmen, die Eidgenossen wuschen das gestohlene Gold der Nazis rein.

Rohstoffrechnungen der Portugiesen an die Reichsbank beispielsweise wurden dann offiziell mit Schweizer Gold bezahlt, das die Reichsbank zuvor an die Nationalbank geliefert hatte. Die BIZ kaufte aber auch auf eigene Rechnung Gold von der Reichsbank und erledigte die komplizierten internationalen Transaktionen - eine aberwitzig anmutende Geschäftsverbindung mitten im totalen Krieg. Zuweilen erreichten die Geschäfte zwischen den Feindstaaten kafkaeske Dimensionen: Stalin lieferte seinem späteren Erzfeind in Berlin bis kurz vor dem Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion auch noch Gold, seit Kriegsbeginn für 23 Millionen Dollar.

Mit dem verschafften die Deutschen sich über die Schweiz Material für jene Waffen, die auch an der Ostfront eingesetzt wurden. Auch die Schweizer Nationalbank partizipierte an diesem gestohlenen italienischen Gold, von dem sie gut sieben Tonnen als Ausgleich für Geld nahm, das Rom eidgenössischen Banken schuldete. Bedenken wischte man mit dem Argument beiseite: Das war zu dieser Zeit schon die schiere Heuchelei.

Er könne "nicht einmal für zwei Monate auf die Möglichkeit verzichten, in der Schweiz Devisentransaktionen durchzuführen", sagte Reichsbankchef und Wirtschaftsminister Funk Ende in kleinem Expertenkreis - stammten doch 90 Prozent der Devisen des Reiches vom freundlichen Nachbarn.

Auch die allerletzten dreieinhalb Tonnen Goldbarren aus Deutschland übernahmen die Eidgenossen nach mehrwöchigen dramatischen Verhandlungen mit Puhl noch im April , obwohl die Berner Regierung sich gegenüber den siegenden Alliierten am Ende doch noch verpflichtet hatte, mit den Nazis keinerlei Goldgeschäfte mehr zu tätigen.

Und so war es wohl gemeint. Er habe auch niemals eine eindeutige Aussage gemacht, nur sauberes, also Gold aus zweifelsfrei deutschem Vorkriegsbesitz, geliefert oder angeboten zu haben. Da hatten die Sieger die Schweiz bereits wegen anderer Sünden im Visier. Es sei schwierig, da etwas zu unternehmen, weil der Baron Schweizer Bürger sei.

Das war er allerdings erst seit Vorher war von der Heydt deutscher Prominenten-Bankier gewesen. März mit zu schlechter Führung der Aufstandsbekämpfung begründet hatte. April wurden die Tuareg von der islamistischen westafrikanischen Gruppe Ansar Dine vertrieben. Die Islamisten versuchten, eine strenge Form der Scharia durchzusetzen, und zerstörten mehrere weltbekannte Mausoleen siehe Zerstörungen durch Islamisten Dabei wurde bekannt, dass die Islamisten kurz vor der Einnahme der Stadt eine wichtige Bibliothek mit vielen Handschriften in Brand gesteckt hatten.

Timbuktu dürfte von Anbeginn eine islamische Stadt gewesen sein. Es ist zwischen der Elite und dem Volk zu unterscheiden. Während die berberische Oberschicht dem neuen Glauben anhing, bekannten sich die Unterschichten zwar zum Islam, folgten aber weiterhin animistischen Glaubensvorstellungen und Riten, die sich mit der neuen Religion teilweise zu einer spezifischen Spielart des Islam vermischten.

Erst im frühen Jahrhundert wurde im Gefolge des Dschihad der Fulbe und unter dem Einfluss der Kunta-Marabutin eine strengere und reinere Version der Religion durchgesetzt. Allerdings waren bei den Songhai bis in die Mitte des Jahrhunderts nachweislich prä-islamische Glaubensvorstellungen und Praktiken üblich H. Auch bei den Tuareg finden sich magische Vorstellungen, die mit dem Islam nicht in Einklang zu bringen sind und bis heute von den Korangelehrten heftig kritisiert werden.

Im ausgehenden Mittelalter und vor allem im Jahrhundert war Timbuktu ein Zentrum islamischer Gelehrsamkeit, aber anders als häufig irrtümlich behauptet wird, keine heilige Stadt wie Mekka, Medina und Jerusalem.

Islamwissenschaftler nehmen an, dass die Eroberung der Stadt durch die Marokkaner im Jahre Auswirkungen auf die Gläubigkeit der Bewohner von Timbuktu hatte, da angesichts der allmählichen Verarmung der Stadt die Bildungszentren litten, was zu einer Verwässerung des Islam und zum Erstarken alter, vorislamischer Glaubensvorstellungen führte.

Nach Ansicht von Orientalisten führte die Eroberung des Nigerbogens durch marokkanische Truppen zu einer verstärkten Einwanderung von nordafrikanischen Geistlichen, die im Gegensatz zu den intellektuellen Korangelehrten von Timbuktu eine volkstümliche Form des Islam inkl. Heiligenkult, Gebrauch von Amuletten, Exorzismus predigten. Jahrhunderts geriet Timbuktu in den Strudel der islamischen Erneuerung — auch als Fulbe-Dschihad bezeichnet — und erlebte einen Aufschwung der religiösen Bildung, was eine strengere Beachtung der religiösen Vorschriften nach sich zog.

Seit dem frühen Jahrhundert dominierten die maurischen Kunta — zwischen und unter dem Clan der al-Baqqai — das religiöse Leben der Stadt. Diese Auffassung ist nicht länger zu halten. Als Handelsstadt war Timbuktu eher offen, und der in Westafrika praktizierte Islam war bis zum Fulbe-Dschihad frühes Was europäische Reisende als islamischen Fanatismus empfanden, entpuppt sich bei genauer Lektüre als Ausdruck einer unreflektierten Fremdenangst, wie sie in allen Kulturen anzutreffen ist.

Die Abneigung gegen potentielle Konkurrenten beim harten und entbehrungsreichen Transsaharahandel muss bei der Interpretation dieses Phänomens in Betracht gezogen werden. Heinrich Barth hat dieses Phänomen an verschiedenen Stellen seines Reisewerkes nachvollziehbar beschrieben. Die in Timbuktu herrschenden Kunta standen im offenen Konflikt mit den Tukulor Fulbe von Massina, den nominellen Oberherren der Stadt, die eine radikalere und damit fremdenfeindlichere Position innerhalb der islamischen Theologie vertraten.

Die rivalisierenden politischen Gruppen sahen in den Fremden Marionetten, die sie im Kampf um die Vorherrschaft einsetzen konnten. Inwieweit es über längere Zeit eine jüdische Minderheit gegeben hat und ob oder wann diese zum Islam übertrat oder zum Übertritt gezwungen wurde, ist zurzeit noch umstritten.

Es ist denkbar, dass die Vertreter jüdischer Handelshäuser aus Andalusien oder Mallorca in Timbuktu residierten und sich am Gold- und Sklavenhandel beteiligten, wobei zu bedenken ist, dass die Mehrzahl der Kaufleute im südmarokkanischen Sidschilmasa und im südalgerischen Tamentit residierte. Eine politische Rolle haben sie wohl kaum gespielt, und einen Einfluss auf die kulturelle Entwicklung der streng islamischen Stadt dürften sie ebenfalls kaum genommen haben.

Der Prediger hatte bereits für die Auslöschung der jüdischen Gemeinde in den Tuat-Oasen gesorgt, namentlich in Tamentit.

Diese Vorschriften sahen einerseits die Vertreibung oder Zwangskonvertierung der Juden in seinem Reich vor. Andererseits die Todesstrafe oder zumindest die Enteignung aller Muslime, die mit Juden weiterhin Handel trieben.

Über die konkreten Auswirkungen dieser Gesetze besteht unter den Afrikahistorikern keine einheitliche Auffassung. Sicher scheint, dass sich der Kadi von Timbuktu, Mahmud Aqit, um weigerte, die antijüdischen Bestimmungen in Timbuktu mit aller Härte durchzusetzen, und den Herrscher zur Rückkehr zu einer toleranten Auslegung des Koran bewegte. Offiziell waren erst in der Zeit nach wieder jüdische Kaufleute aus Marokko zugelassen, und zeitweise hielten sich mehr als zehn erwachsene jüdische Männer in Timbuktu auf, so dass sie nach religiösem Recht eine Kultgemeinde bildeten.

Doch unterlagen sie dem Status der dhimmi , und so durften sie beispielsweise keine als Gebetshaus erkennbare Synagoge einrichten und mit Muslimen kein Gespräch über Religion führen was als Missionierung hätte gedeutet werden können , und sie mussten auf einem gesonderten Friedhof beigesetzt werden. Christen haben sich vor dem Ende des Jahrhunderts in Timbuktu nur als Besucher aufgehalten. Sie haben keinerlei Einfluss auf die innere Entwicklung, etwa auf Politik oder Bildung, nehmen können.

Für die Toleranz der muslimischen Notabeln spricht die Tatsache, dass sie die Missionare als Gesprächspartner über Fragen der Theologie akzeptierten — eine Reminiszenz an die friedlichen Diskussionen, die Ahmad al-Baqqai und Heinrich Barth fast ein halbes Jahrhundert zuvor geführt hatten.

Hacquards Mitbruder Auguste Dupuis blieb in Timbuktu, trat aus dem Orden aus, heiratete eine einheimische Frau und konvertierte zum Islam. In den er und er Jahren lebte er in der Stadt und betrieb völkerkundliche Studien.

Das historische Stadtbild mit seiner charakteristischen Lehmbauweise und zahlreichen Moscheen des Jahrhunderts wurde entgegen den Wünschen der Regierung von Mali jedoch nicht eingeschlossen; nach Ansicht des Welterbekomitees waren dort die Eingriffe durch moderne Bauten schon zu weit fortgeschritten.

Sie stammen aus dem Jahrhundert und wurden im Laufe der Zeit schon mehrmals renoviert. Nach dem Militärputsch vom März und der am 6. Walata war in dieser Hinsicht weitaus bedeutender, wie Ibn Battuta bestätigt. Allerdings ist diese Bildungsstätte keine Hochschule mit einer zentralisierten Verwaltung und zentralen Einrichtungen. Es war ein lockerer Zusammenschluss von Koranschulen, an denen teilweise — wie anderswo in der islamischen Welt — die Lektüre und das Verständnis der heiligen Schriften des Islam gelehrt wurde.

Teilweise wurde aber auch Unterricht von hochqualifizierten Juristen und Theologen erteilt. In dieser Hinsicht ist die Organisation derjenigen der mittelalterlichen Colleges von Oxford und Cambridge durchaus vergleichbar. Einer einzelnen Quelle aus dem Jahrhundert zufolge soll es vor der marokkanischen Eroberung zwischen und solcher Koranschulen in Timbuktu gegeben haben. Der Ruf der Gelehrten, die an den führenden Koranschulen unterrichteten, drang, so wird berichtet, bis ins andalusische Granada.

Die Zahl von Keiner der Autoren, die mit dieser Zahl aufwarten, kann eine Quelle nennen noch bestimmen, zu welcher Zeit zwischen und so viele Studierende in Timbuktu gelebt haben sollen. Die Stadt hätte sie weder ernähren noch beherbergen können. Die Zahl dürfte realistischerweise bei unter gelegen haben. Forschung im modernen Sinne wurde in Timbuktu nicht betrieben.

Den Rahmen stellte auf jeden Fall die islamische Lehre dar. Auch in dieser Hinsicht unterschied sich der Lehrbetrieb in Timbuktu nicht grundsätzlich von dem an anderen islamischen Hochschulen Fez, Kairo, Damaskus oder von den christlich-europäischen Universitäten wie Bologna, Oxford oder Paris.

Offenbar waren medizinische Kenntnisse und Fertigkeiten, wie sie für die islamische Welt im Mittelalter typisch waren, in Timbuktu anzutreffen. Es wird berichtet, dass schon im Jahrhundert am Auge operiert wurde. Allerdings dürfte es sich lediglich um die damals seit fast Jahren bekannte Behandlung des grauen Star, den sogenannten Starstich , handeln. Von fortschrittlicheren Operationsmethoden ist nichts bekannt. Neuerdings aufgestellte Behauptungen, Gelehrte in Timbuktu hätten die Zahl Null entwickelt und das moderne Sonnensystem schon Jahre vor Kopernikus entdeckt, entbehren jeder historischen Grundlage.

Manuskripte in arabischer Schrift wurden aus Marokko und vor allem aus Ägypten eingeführt, aber alte Werke wurden in Timbuktu von professionellen Schreibern kopiert. Ob diese Bücher den in der Folgezeit errichteten Moscheen in Timbuktu zur Verfügung gestellt wurden, ist unbekannt. Die Zahl der Schriften, die im Mittelalter in Timbuktu aufbewahrt wurden, ist nicht mehr zu ermitteln. Die Bücher befanden sich meistens im Privatbesitz der Familien, die über Generationen hinweg führende Theologen und Juristen hervorbrachten.

Die Bibliotheken waren vermutlich sehr umfangreich. Ahmad Baba — klagte, dass er mit gerade einmal Bänden die kleinste Sammlung in seiner Familie besitze. Ob es im Jahrhundert öffentliche Bibliotheken, d.