Demografie

 

Die Demografie, Demographie (altgriechisch δῆμος démos, deutsch ‚Volk‘ und γραφή graphé ‚Schrift, Beschreibung‘ bzw. γράφειν gráphein ‚(be-)schreiben‘) oder Bevölkerungswissenschaft ist eine Wissenschaft, die sich statistisch und theoretisch mit der Entwicklung von Bevölkerungen und ihren Strukturen befasst.

Ihre Daten bezieht die Bevölkerungswissenschaft aus der laufend fortgeschriebenen Statistik, aus Stichproben , Befragungen und aus Volkszählungen. Ein Prognoseverfahren sollte besser sein als die Naive Prognose , da sich sonst der Mehraufwand gegenüber der Naiven Prognose nicht lohnt. Die Geburtenziffer bleibt nach wie vor hoch, steigt sogar kurzfristig leicht an. Die Debatte um die Mobilität von heute und morgen vor dem Hintergrund der Entwicklung im Becker gilt als eines der überzeugendsten theoretischen Modelle, um das global sehr unterschiedliche Fertilitätsverhalten von Bevölkerungen zu erklären.

Navigationsmenü

Die Demografie, Demographie (altgriechisch δῆμος démos, deutsch ‚Volk‘ und γραφή graphé ‚Schrift, Beschreibung‘ bzw. γράφειν gráphein ‚(be-)schreiben‘) oder Bevölkerungswissenschaft ist eine Wissenschaft, die sich statistisch und theoretisch mit der Entwicklung von Bevölkerungen und ihren Strukturen befasst.

Bei fehlender kurz- bis mittelfristiger Überlebenswahrscheinlichkeit wird der Begriff infauste Prognose verwendet. Die Prognose kann sich im Verlauf einer Erkrankung durch die Behandlung ändern. Zu den prognostischen Zeichen gehört beispielsweise die Facies hippocratica von Patienten, bei denen ein baldiger Tod vorausgesehen wird.

Beide Definitionen beruhen nicht auf individuellen Daten, sondern beschreiben statistische Wahrscheinlichkeiten; folglich verbieten sich individuelle Vorhersagen jenseits der Ungewissheit relativierender Einflussfaktoren. In der Veterinärmedizin wird bei Nutztieren zwischen einer Prognose quo ad vitam und einer Prognose quo ad usum unterschieden.

Die Prognose quo ad vitam bezeichnet dabei die Chance, dass das Tier die Erkrankung überlebt, quo ad usum die Chance, dass das Tier nach erfolgter Heilung wieder als Nutztier Reitpferd, Milchkuh, Brieftaube usw. In der rechtlichen Beurteilung von Fragestellungen können Prognoseentscheidungen der unterschiedlichsten Art erforderlich werden. Eine eigenständige Bedeutung kommt ihnen indes vor allem im Bereich des Strafrechts zu, weil etliche Entscheidungen insbesondere der Strafzumessung und der Strafvollstreckung auf der Basis einer Prognose des künftigen Verhaltens des Täters erfolgen müssen.

Bekannt ist sie dort auch unter dem Begriff Sozialprognose bzw. Die Religionsgeschichte bietet eine Vielzahl von Vergleichsfällen, die Religionssoziologie aktuelle Daten.

Auf diesem Fundament beginnen Ansätze einer religionswissenschaftlichen Prognostik — über die Folgen von Diskriminierungen, über die Entwicklung von Institutionen oder über die Entwicklung fundamentalistischer Strömungen usw. Wie alle Sozialwissenschaften hat auch die Soziologie das Problem, dass ihre Prognosen von den Objekten ihrer Prognose vernommen werden können, die dann entsprechend ihr folgen oder ihr entgegenarbeiten können.

Hierzu siehe Selbsterfüllende Prophezeiung und Epignose. Die Quantitative Linguistik stellt Möglichkeiten zur Verfügung, auch im Bereich von Sprachwandelprozessen unter bestimmten Bedingungen Prognosen zu erstellen. Das haben Computerexperimente gezeigt, bei denen Prognosen auf der Grundlage vergangener Jahrhunderte in die statistisch erfasste Gegenwart simuliert wurden, so dass eine Kontrolle über die Qualität der Prognose möglich war.

Im Falle der Entlehnungen aus dem Lateinischen und Englischen ins Deutsche erwies sich, dass eine Prognose über die weitere Entwicklung der Anglizismen unsicherer ist als eine Prognose über die der Latinismen. Auch die umgekehrte Perspektive ist möglich: Kritiker beklagen, dass Prognosen häufig zur Beeinflussung des individuellen Verhaltens oder der öffentlichen Meinung verwendet würden.

Sie seien insbesondere dann kritisch zu hinterfragen, wenn sie Aussagen über lange Zeiträume oder in dynamischen Systemen träfen oder im Eigeninteresse des Prognostikers stünden. Auf sachlicher Ebene liegt der Kritik häufig die Tatsache zugrunde, dass Prognosen zukünftige Änderungen lediglich mit den Daten der Vergangenheit und den Theorien der Gegenwart darstellen können.

Prognosen haben den Anspruch, vorauszusagen, wie die Zukunft sein wird. Sie können in der Gegenwart nur hinsichtlich ihrer Prämissen und Datengrundlage kritisiert werden. Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum gleichnamigen Begriff der Psychologie siehe Prognose Psychologie.

Prognose bezeichnet die statistische Wahrscheinlichkeit für ein Mammakarzinom- Rezidiv, als lokoregionäres Rezidiv bzw. Dazu ist oft der Rückgriff auf andere Forschungsgebiete, etwa die Soziologie, notwendig. Fertilitätstheorien befassen sich mit den Gründen für Fertilitätsentscheidungen in Bevölkerungen. Dabei spielen insbesondere die folgenden demografischen Phänomene eine entscheidende Rolle:.

Becker gilt als eines der überzeugendsten theoretischen Modelle, um das global sehr unterschiedliche Fertilitätsverhalten von Bevölkerungen zu erklären. Die sozialpsychologische Theorie der Fertilität [10] benutzt zwar eine etwas andere Terminologie als die ökonomische Fertilitätstheorie, ist aber konzeptionell mit ihr weitestgehend deckungsgleich. Sie entspringt im Gegensatz zur ökonomischen Theorie eher sozialpsychologischen Forschungsarbeiten.

Als Nutzenarten für Kinder stellt sie heraus: Bei der biographischen Theorie der Fertilität [13] handelt es sich um die demographische Entsprechung der Individualisierungsthese.

Kernaussagen der Theorie sind: Durch die zunehmende Individualisierung [14] steigt die Anzahl der Lebenslaufalternativen für eine konkrete Person. Die Konsequenz ist, dass die Entscheidung für eine Familiengründung immer später oder gegebenenfalls gar nicht mehr getroffen wird.

Die biographische Fertilitätstheorie gilt allgemein als eine der schlüssigsten Thesen für die Erklärung der niedrigen Fertilitätsraten in entwickelten Gesellschaften, denn immerhin konnten einzelne Folgerungen der Theorie empirisch bestätigt werden. So war etwa beim Frauenjahrgang für die Teilgruppe der Frauen mit drei Kindern die Wahrscheinlichkeit für die Geburt eines vierten Kindes ab dem Alter 32 höher als die Wahrscheinlichkeit für die Geburt eines ersten Kindes bei den noch kinderlosen Frauen dieses Jahrgangs und Alters.

Der deutsch-britische Demograf David Eversley — , dessen Spezialgebiet Bevölkerungsprognosen waren, warnte, dass Statistiker zwar mit Modellen und Simulationen arbeiten würden, diese Annahmen über die Zukunft jedoch nicht als Tatsachen verkauft werden dürften. Es handelt sich nach ihm nicht um Prognosen, sondern um reine Annahmen, mit denen möglicherweise gegenwärtige politische Interessen betrieben würden.

Die Zuwachsrate der Bevölkerung ist zunehmend. Als Gründe in der europäischen Entwicklung sind wie bereits erwähnt, verbesserte hygienische sowie medizinische Verhältnisse, Fortschritte in agrarische Anbautechniken und Transportmitteln sowie die Verringerung der Säuglingssterblichkeit anzuführen. Bereits in der vortransformativen Phase ist eine deutlich höhere Fruchtbarkeit in den Entwicklungsländern, als in den Industrieländern erkennbar.

Für die Sterberaten sind jedoch weitaus geringere Unterschiede zwischen den Dritte Weltländern und den europäisch geprägten Ländern festzustellen. Betrachtet man den Rückgang der Sterblichkeit, so lässt sich feststellen, dass sich dieser in den Entwicklungsländern rascher vollzog, als in den Industrienationen.

Unterstrichen wird diese Tatsache auch durch den Vergleich der gestiegenen Lebenserwartungen. In den Entwicklungsländern stieg der jährliche Zugewinn an Lebenserwartung drei bis viermal soviel wie in den Industrieländern in einer vergleichbaren Entwicklungsphase. Daraus resultiert eine weitaus schnellere und stärkere Öffnung der Bevölkerungsschere als es in den Industriestaaten der Fall gewesen ist vgl.

Nicht nur das starke Absinken der Sterberate sondern auch die Dauer des Übergangs verläuft in den Entwicklungsländern anders als in den Industrieländern. Obwohl auf das sinken der Sterberate laut dem Modell des demographischen Übergangs auch ein absinken der Geburtenrate folgen müsste, zeichnet sich kein Fertilitätsrückgang ab.

In einigen Regionen, wie z. Kenia oder Afghanistan, ist es sogar zu einem leichten Anstieg der Geburtenzahlen gekommen. Die Graphik lässt klar erkennen, dass sich vor allem die europäischen Staaten am Ende des Prozesses befinden. Die Schwellenländer befinden sich fast alle in der spättransformativen Phase, während sich vor allem die afrikanischen Staaten noch am Anfang des Prozesses befinden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die beschreibende Funktion des Modells des demographischen Übergangs auch auf die Entwicklungsländer bezogen, unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Dauer sowie der Ausprägung der Transformation, seine Anwendbarkeit beibehält.

Im Hinblick auf die Theoriefunktion bleibt das Modell jedoch umstritten. Einen nach dem Transformationsmodell typischen demographischen Übergang hat Deutschland durchlaufen. Der betrachtete Zeitraum des Transformationsprozesses erstreckt sich in dieser Ausführung auf den Zeitraum zwischen bis Als prätransformtive Phase wird der Zeitraum zwischen und gesehen.

Charakteristisch ist das hohe Geburten- sowie das ebenfalls hohe Sterbeniveau. In dieser agrarisch geprägten Epoche herrschten schlechte hygienische Bedingungen, geringe medizinische Kenntnisse sowie ein geringer Bildungsstand vor. Ein weiteres Manko war auch die noch als relativ schlecht zu bezeichnende Ernährungssituation.

Ab beginnt die frühtransformative Phase. Das Sterbeniveau beginnt zu sinken.