EUROPA / US-INVESTITIONEN: Die Goldgräber

 


Rede an die Nation:

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Es ging darum den Dollar zu verteidigen. Saddam Hussein hatte im Jahre angekündigt mit den Europäern Öl in Euro zu handeln, und nicht umständlich in Dollar. Die Welt konnte nun nicht mehr irakisches Öl mit Euro erwerben. Die globale Vormachtstellung des Dollars war wiederhergestellt.

Siegreich stieg Bush aus einem Kampflugzeug aus und erklärte die Mission für vollendet — er hatte den US-Dollar erfolgreich verteidigt. Insbesondere bei dem Umbau der Ölindustrie, in der vor allem die amerikanischen Ölgesellschaften Privilegien verloren und finanziell stärker belastet wurden. Keine dieser Behauptungen aber konnte bisher bewiesen werden. Bush als Gegner der freien Welt benannte Gruppe mehrerer Staaten, die beispielsweise Iran und Nordkorea umfasst, unterzubringen.

Einige Teile des inländischen Militärs traten auf die Seite der streikenden Gewerkschaften und Unternehmer, und versuchten einen Staatsputsch. April von Putschisten verhaftet. Während der Siegesfeier setzte die Garde des Präsidentenpalastes die Putschisten fest und verhaftete sie, nur Carmona gelang die Flucht.

Dies könnte für die USA gefährliche Folgen haben. Was sich nun im Iran anbahnt, hat nun wiederrum weniger mit Atombomben und Terroristen zu tun, als eben um die Sicherung der Weltreservewährung. Der Iran plant eine eigene Ölbörse, die in Euro abrechnen soll. Dieses Vorhaben übertrifft Saddams Handlungen bei weitem. Die Börse im Iran könnte im März starten.

Die Europäer, für die durch die Euro-Bindung Transaktionskosten wegfallen würden, aber auch Indien und China seien die interessanten Abnehmer für den Iran. Die Chinesen und Japaner werden mit besonderem Eifer die neue Börse annehmen, weil es ihnen erlaubt, ihre enormen Dollarreserven drastisch zu reduzieren und mit Euro zu diversifizieren, womit sie sich gegen die Abwertung des Dollars schützen können.

Darüber hinaus werden auch die Russen und die arabischen erdöl- exportierenden Länder den Euro begierig übernehmen. Auf diese Weise wollen sie ihren Anteil an den verlierenden Dollar senken. Verkauf von Procters Feinwaschmitteln in Westdeutschland. Immerhin darf Willi Maurer für sich geltend machen, in der amerikanischen Umarmung noch Atemraum bewahrt zu haben. Seife und sogenannte Schwerwaschmittel.

Der Fall Rei ist nur das jüngste Beispiel für die unaufhörlichen amerikanischen Bemühungen um Stützpunkte im europäischen Markt. Des Erfolges sicher, war in Westdeutschland auch eine amerikanische Gesellschaft aufgetreten, die mit ungewöhnlicher Zielstrebigkeit und Eleganz bereits ein Netz von Produktions -Vertriebs- und Beratungsfirmen über Europa gebreitet hat: Chef der Philco International ist Harvey Williams, 61, der die Ausbreitung amerikanischer Geschäftstätigkeit in der üppigen Konjunkturlandschaft Westeuropas mit dem Eifer eines Missionars betreibt.

Williams hatte schon frühzeitig einen Philco-Stützpunkt in Erhards Wunderland angestrebt. Indes, auch Friedrich Flick, Altmeister deutscher Konzernstrategie, war an den Burger Eisenwerken interessiert, deren Ofen das Produktionsprogramm seiner nahegelegenen, den westdeutschen Ofenmarkt beherrschenden Buderuschen Eisenwerke in Wetzlar abrunden sollten. Als die Bendix-Waschautomaten bereits vom Band liefen und Williams sein Ziel erreicht zu haben glaubte - "Ich wollte Deutschlands aggressiven Handelsgeist, seine guten Konstrukteure und niedrigen Produktionskosten in der Familie haben" -, präsentierte ihm Flick den Räumungsbefehl:.

Philcos Politik, nicht etwa amerikanische Waren nach Europa zu exportieren, sondern Kapital und technischgeschäftliche Versiertheit, macht ein Grundmotiv der US-Invasion deutlich: Im Vergleich zu den USA sind die westlichen Industriestaaten in der Tat Entwicklungsländer, aber Entwicklungsländer mit ungleich höheren Profitchancen, als sie etwa die afrikanischen und asiatischen Gebiete offerieren.

Westeuropa vollzieht derzeit jene Entwicklung zum Massenwohlstand und damit zum Massenmarkt für hochwertige Verbrauchsgüter, die Nordamerika in den vergangenen 40 Jahren hinter sich gebracht hat. Westeuropa ist deshalb für die versierten Manager aus den USA gerade das richtige Feld, um ihre in den heimischen Boom-Jahrzehnten erworbenen Kapitalreserven und Fähigkeiten in einem ähnlich stürmischen Boom noch einmal gewinnbringend zu verwerten. Sie wollen nahe am Markt sein. Harvey Williams kleidet das in die Formel: Jahrhundert seine industrielle Revolution vorantrieb.

Inzwischen hat sich die Situation in ihr Gegenteil verwandelt. Jetzt sieht sich die amerikanische Industrie in der Lage des Spitzenreiters, und die Suche nach den höchsten Erträgen zwingt die Pfadfinder der US-Konzerne geradezu auf die europäische Spur:.

Philcos Harvey Williams sieht das Zivilisationsgefälle am liebsten als elektrisches Phänomen: Die Höhenunterschiede der Entwicklung locken das US-Potential sehr viel stärker nach Europa als etwa in die wirklich unterentwickelten Gebiete.

Die kaum industrialisierten Dschungel - und Wüstenstaaten können mit der hochgezüchteten Technik Amerikas wenig anfangen und honorieren sie entsprechend gering. Die stärkere Anziehungskraft Europas zeigte sich auch in der laufenden Rechnung: Während die US-Anlagen im Ausland ihr jährliches Wachstum seit dem Rekordergebnis von - damals wurden in der ganzen Welt 12,4 Milliarden Mark neu investiert - insgesamt erheblich verlangsamt haben, stieg die Zuwachsrate in Europa siehe Graphik Seite Die verarbeitende Industrie der USA ohne eisenschaffende Industrie zweigt heute bereits durchschnittlich sieben Prozent ihrer Neuinvestitionen für ihre europäischen Wunderkinder ab.

Zu derart massiven Anlagen in Europa werden die amerikanischen Unternehmen durch handfeste Erfolgszahlen angereizt. Während sie in den USA durchschnittlich zehn Prozent versteuerten Gewinn erwirtschaften, bringt ihr gesamter Auslandsbesitz immerhin schon 12,7 Prozent, das in der EWG stationierte Kapital allein jedoch Dem Sog nach dem lukrativen Europa folgten die amerikanischen Unternehmen um so williger, je mehr sie ihre Absatzchancen auf dem heimischen Markt schrumpfen sahen.

Die Welle des rapide wachsenden Massenkonsums, die ihnen jahrzehntelang Mammutgewinne in die Kassen geschwemmt hatte, lief in Amerika aus. Nur dreieinhalb Millionen Eiskästen werden sich dieses Jahr zwischen Kalifornien und New Jersey noch absetzen lassen - aber mehr als vier Millionen im Gebiet der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und in England, dazu noch zweieinhalb Millionen Waschmaschinen.

Amerikanische Erzeugnisse sind in der Regel für ausländische Konsumenten wenig geeignet und zu teuer. Dieser Preisnachteil wird künftig durch die Zollmauern der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft noch verstärkt. Schrieb die amerikanische Industrie -Postille "Iron Age": Von den segensreichen Wirkungen einer Kapitalauswanderung war auch die amerikanische Regierung jahrelang fest überzeugt.

Um dem Auslandsstreben einheimischer Unternehmen nachzuhelfen, hatte Washington die Anlagen amerikanischer Kapitalisten im Ausland kräftig gefördert: Gewinne, die jenseits der US -Grenzen gemacht und nicht in die USA überwiesen werden, unterliegen bis heute keiner amerikanischen Steuer.

Die Währungskrise zu Beginn dieses Jahres, die aus einem Dollar-Überangebot in der Welt herrührte, hatte jedoch Washington anderen Sinnes werden lassen. Sogleich brach unter den Europa-Interessenten der Aufruhr los. Kennedy, aus Paris nach Washington, "legitime Investitionen amerikanischer Gesellschaften in den entwickelten Ländern nicht durch die pauschale Aufhebung der Steuerprivilegien zu bestrafen.

Rockefeller kam dem zuvor, indem er die Trust-Anteile in Einzelanteile an den Unternehmen des Trusts umwandelte und so den Trust selber auflöste. Der amerikanische Kongress verabschiedete ein Gesetz, das unter anderem die Verschwörung zur Absicherungen von Monopolen und unzulässige Eingriffe in den Handel verbot. In den er und er Jahren begann Standard Oil mit dem internationalen Ausbau, indem in der Regel mit bestehenden nationalen Ölhandelsgesellschaften Joint Ventures gegründet wurden.

Ab den er Jahren begann man Petroleum für Lampen in China zu verkaufen. Für dort wurde der Markenname Mei Foo gewählt, was grob übersetzt schön und zuverlässig beziehungsweise schönes Vertrauen bedeutet. Das war auch der Name für die von Standard Oil produzierten und sehr billig verkauften Lampen. Nach Marketingaussagen war sie am besten mit Petroleum von Standard Oil zu betreiben, welches man im selben Laden wie die Lampe erhielt.

Bis dahin hatten die Bauern Lampen mit Pflanzenöl verwendet. Er hatte in seinem Wahlkampf unter öffentlichem Druck versprochen, gegen Monopole vorzugehen. Dieses Verfahren gilt als ein Meilenstein der amerikanischen Rechtsgeschichte. Rockefeller war sich dessen bewusst, dass sich der Kurs wieder erholen würde und kaufte die Aktien seines Unternehmens auf.

Sie bedeuten nicht, dass ein heutiges Unternehmen nur aus dem entsprechenden SO-Teil besteht. Der Mensch und die Chemie 2. Der Stoffbegriff in der Chemie 3. Experimente zur Stoffbeschreibung Modelle in der Cemie Exk. Was ist ein Modell? Zustandsformen der Materie 5. Atome und Moleküle 7.

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