Rhodes Reason

 


Hoffe am Freitag ist es noch einigermassen ruhig

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Hier verwischen die Grenzen zwischen Geldpolitik und Staatsfinanzierung. Das ist nach den vereinbarten Spielregeln der Währungsunion aus gutem Grund verboten. Diese guten Regeln sind nun leider faktisch dahin. Damit steht infrage, wie die EZB wirklich wieder Unabhängigkeit erreichen will.

Teilweise werden sie völlig ihres Geschäftsmodells beraubt. Und auch das zu Recht oft zitierte Beispiel Japans zeigt, dass ein anhaltendes Niedrigzinsumfeld die Sparkultur zerstört und damit wichtige Wachstumsgrundlagen vernichtet. Liquidität bleibt ohne hilfreiche Wirkung Die mit den Assetkäufen geschaffene Überschussliquidität braucht heute niemand. Anders als in den Krisenjahren bis , als der Interbankenmarkt deutlich klemmte, wird sie immer mehr zur Belastung für das Bankensystem. Angeblich soll die Überschussliquidität die Kreditvergabe ankurbeln.

Aber sie tut es nicht. Die leichte Belebung, die wir inzwischen auch in einigen Südländern sehen, wäre ohnehin gekommen. Und immer mehr Märkte werden von verzerrenden und verdrängenden Interventionen der Notenbank erfasst.

Eine solche Geldpolitik kann nicht richtig sein. Entscheidend ist es jetzt, dass die Geldpolitik so bald wie möglich die Kraft findet, ihren Kurs zu korrigieren. Wir wären dringend für ein Ende oder zumindest für ein Abschmelzen des Kaufvolumens. Eine Normalisierung und Neuausrichtung der Politik der EZB darf auch nicht mit Rücksicht auf die öffentlichen Haushalte in einzelnen Ländern immer weiter aufgeschoben werden.

Es wäre vielmehr ein Zeichen der Stärke. Die Märkte würden es als solches verstehen. Je länger die expansive Geldpolitik QE vom englischen quantitative easing der EZB andauert, umso lauter wird die Kritik daran war sie besonders laut und kam aus den unterschiedlichsten Kreisen, der Politik, der Bank- und Versicherungswirtschaft, dem Mittelstand und den Verbraucherschutzorganisationen.

Er gehört als Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zu den fünf Wirtschaftsweisen in Deutschland und lehrt an der Universität Würzburg Volkswirtschaft. Können Sie unseren Lesern kurz erläutern, warum Inflation gut und Deflation schlecht sein soll?

Inflation und Deflation sind für eine Ökonomie so ähnlich wie ein zu hoher und ein zu niedriger Blutdruck. Bei Deflation kann es zu einer Überschuldung und zu Bankenzusammenbrüchen kommen. Es kommt also darauf an, das Wirtschaftssystem im Gleichgewicht zu halten und das ist bei Preisstabilität in der Regel gewährleistet.

Herr Draghi betont aber: Unsere Geldpolitik ist wirksam. Wie ist Ihre Einschätzung? Herr Draghi hat die Deflationsgefahren schon sehr früh, im Frühsommer , erkannt und entsprechend proaktiv gehandelt. Ohne die quantitative Lockerung hätte der Euroraum in die Deflation abgleiten können.

Ich hätte im Prinzip nahezu dieselbe Politik verfolgt. Allerdings hätte ich darauf verzichtet, konkrete Zielwerte für die Anleihekäufe vorzugeben. Ich hätte wahrscheinlich auch darauf verzichtet, einen negativen Zins für die Einlagenfazilität vorzugeben. Das bringt geldpolitisch nicht allzu viel, aber es schadet dem politischen Ansehen der EZB in Deutschland. Fakt ist aber, inflationäre Preise sehen wir hauptsächlich bei Vermögenswerten. Der frühere ifo-chef Hans-Werner-Sinn sieht genau darin die Krux: Niedrig gehaltene Zinsen helfen nur den Finanzinvestoren, behindern aber das reinigende Platzen von Blasen und damit eine neue Gründerzeit.

Tatsächlich lahmt die Weltkonjunktur. Woran liegt es, Geld zur nachfrageseitigen Belebung der Konjunktur ist dank der Notenbanken doch genügend im Umlauf? Herr Sinn ist ein ordnungspolitischer Taliban. Zum einen sehe ich derzeit keine gefährliche Blasenbildung im Euroraum. Zum anderen haben die niedrigen Zinsen dazu beigetragen, dass Bankkredite sicherer geworden sind, da sie so leichter zu bedienen sind, und sie schaffen Anreize für Investoren. Allerdings ist die Geldpolitik überfordert, wenn es darum geht, die Weltkonjunktur wieder in Schwung zu bringen.

Sie muss durch eine expansive Fiskalpolitik unterstützt werden. Das wird derzeit in China praktiziert, Trump wird nachziehen 36 AnlegerLand Peter Bofinger ist das dienstälteste Mitglied des Sachverständigenrates. Der Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Würzburg wurde im März in den Sachverständigenrat berufen. Sein Arbeitsgebiet im Rat ist die Europapolitik.

Deutschland braucht den Euro sowie des Lehrbuches Grundzüge der Volkswirtschaftslehre. Sachverständigenrat und dann sollte man auch im Euroraum über eine gemeinsame Investitionsinitiative für mehr Wachstum und Beschäftigung nachdenken. Ist nicht auch die schleppende Kreditvergabe der Banken ein Problem? Von QE profitieren Unternehmen mit hoher Bonität, die sich eh schon günstig am Kapitalmarkt refinanzieren können.

Doch für die Wirtschaft sind auch Unternehmen wichtig, die zur Finanzierung auf das Bankensystem angewiesen sind. Sollte die EZB nicht besser hier als Kreditgeber, z. Meines Erachtens sollte eine direkte Kreditvergabe der Notenbanken an Unternehmen unterbleiben. Sonst verwischen sich die Geschäftsfelder der Geschäftsbanken mit dem der Notenbank.

Da die Kreditzinsen der Banken im Euroraum generell gefallen sind, profitieren davon alle Unternehmen. Deshalb ist richtig, dass die EZB dieses Instrument ebenfalls aktiv nutzt. Da sich die Ankäufe nach den Kapitalanteilen der Länder an der EZB ausrichten, wird vermieden, dass einzelne Staaten bei den Ankäufen bevorzugt werden.

Des einen Freud, des anderen Leid. Die deutsche Kreditwirtschaft beklagte sich laut über die Niedrigzinspolitik und sieht darin Gefahren für die Stabilität des Bankensektors. Auch die Assekuranz kämpft mit erheblichen Problemen. Bisher ist für die deutschen Banken nicht zu erkennen, dass es durch die Niedrigzinspolitik der EZB zu einem Sinken der Zinsmarge gekommen ist. Banken vergeben Kredite mit einer langen Zinsbindung und refinanzieren diese über kurzfristige Einlagen.

Hier ist die Bankenaufsicht gefordert, für ausreichende Kapitalpuffer zu sorgen. Jüngst mehren sich die Anzeichen, einzelne Notenbanken könnten den lockeren Geldkurs aufgeben. Würden steigende Zinsen in der derzeitigen Gemengelage nicht auch zu systemkritischen Verwerfungen führen?

Die meisten Staaten haben massiv von der Niedrigzinsphase profitiert. Selbst wenn die langfristigen Zinsen um einen oder zwei Prozentpunkte ansteigen, führt dies noch nicht dazu, dass sich die durchschnittliche Verzinsung für die ausstehenden Schulden erhöht, da damit ältere Anleihen abgelöst werden, die noch zu sehr hohen Zinsen aufgenommen wurden.

Einen deutlichen Zinsanstieg am kurzen Ende halte ich bei der noch immer sehr hohen Arbeitslosigkeit des Euroraums für wenig wahrscheinlich.

Damit ist auch der Spielraum für das lange Ende begrenzt. Bei abrupten Zinssteigerungen am Kapitalmarkt ist zudem davon auszugehen, dass dann die EZB aktiv wird. Bofinger, wir danken Ihnen für das Interview. Dies gilt nicht zuletzt auch für die Entscheidung, vermehrt Unternehmensanleihen und verbriefte Kredite zu kaufen. Diese Politik bietet jedoch Chancen für die Sparer und würde die Geldpolitik nicht nur effektiver machen, sondern sie auch stärker vom Staatskredit trennen.

Da sind zum einen die Sparer, die frustriert sind angesichts historisch niedriger Zinsen. Zum anderen sehen viele Ökonomen die unkonventionelle Geldpolitik kritisch. So wird der Kauf von Staatsschuldtiteln am offenen Markt als direkte Finanzierung der Staatsschulden kritisiert.

Auch der Kauf von verbrieften Forderungen asset-backed securities und von Unternehmensanleihen wird kritisch gesehen, weil dort unkalkulierbare Risiken entstünden.

Eine Gruppe von Unternehmern und Professoren hat sogar beim Bundesverfassungsgericht Klage dagegen eingereicht. Der Zinstrend zeigt schon seit 30 Jahren nach unten Sowohl in Bezug auf die niedrigen Zinsen als auch die unkonventionelle Geldpolitik ist jedoch fraglich, ob diese Kritik berechtigt ist. So zeigt ein Blick auf die langfristige Entwicklung der Zinsen, dass es seit Mitte der er-Jahre einen fallenden Trend gibt und zwar sowohl bei den Real- als auch Nominalzinsen siehe Abbildung 1.

Zwar ist es durchaus plausibel, dass die Geldpolitik am aktuellen Rand diesen Trend noch etwas forciert hat. Man darf diesen Effekt jedoch nicht überbewerten. Ein Zinsniveau, das über Jahre hinweg künstlich niedrig gehalten wird, müsste nach dem Abc der Geldtheorie zu Inflation führen. Davon sehen wir zurzeit nichts. Wer also nach den Ursachen der niedrigen Zinsen fragt, sollte lieber auf die demografische Entwicklung schauen. Nicht nur in den Industrieländern, sondern auch in so wichtigen Schwellenländern wie China altert die Bevölkerung.

Wer jetzt in Lohn und Brot ist, sieht sich gezwungen, für den Lebensabend vorzusorgen und zu sparen. Auch die Kritik an der unkonventionellen Geldpolitik ist allenfalls zum Teil berechtigt. Zugegeben, die Bedeutung des Eurosystems für Abb. Langfristige Zinsen in Deutschland Die Abbildung zeigt die Umlaufsrenditen börsennotierter Bundeswertpapiere mit einer Restlaufzeit von 9 bis 10 Jahren. Unter Umlaufsrenditen versteht man die durchschnittliche Rendite dieser Wertpapiere gewichtet mit den zu Marktpreisen bewerteten Umlaufsbeträgen.

Zur Berechnung der realen Rendite wurde der Verbraucherpreisindex verwendet. Ein Wert von 2 zeigt an, dass die Handelskredite und Anzahlungen in Summe doppelt so hoch sind wie die Bankkredite.

Bach Datenbank und eigene Berechnungen 38 AnlegerLand Es folgten Lehrtätigkeiten in Karlsruhe und Frankfurt. Hochschule Aschaffenburg die Zinsen staatlicher Schuldner ist problematisch. Mit der Erklärung Mario Draghis whatever it takes und dem Ankaufproramm für staatliche Wertpapiere hat das Eurosystem die Risikoprämien stark reduziert, d.

Massiver Aufkauf von Staatschuldtiteln belastet Sparer Insgesamt ist jedoch der realwirtschaftliche Effekt der gegenwärtigen Geldpolitik begrenzt. Die Überschussreserven der Banken steigen Monat um Monat, doch die Banken bleiben in ihrer Kreditpolitik weiterhin zurückhaltend.

Trotzdem kauft das Eurosystem kontinuierlich weiter Wertpapiere von Schuldnern mit hoher Bonität, insbesondere Staatsschuldtitel. Dies hat die Renditen gesenkt für breite Segmente des Marktes bis in den negativen Bereich. Dadurch werden sie in riskantere Anlagen gedrängt, wobei allerdings auch zunehmend Bargeld als Anlageform in Betracht gezogen wird.

Zentralbankkredit an Unternehmen das gab es schon immer Vor diesem Hintergrund fragt sich, warum eigentlich das Engagement des Eurosystems im Bereich von Unternehmensanleihen und verbrieften Krediten so heftig kritisiert wird. Ein Engagement des Eurosystems in diesem Segment würde sehr viel direkter auf die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen wirken als die gegenwärtige Politik, die darauf abzielt, den Zins von Staatsanleihen zu drücken.

Zurzeit sind die vom Eurosystem angekauften Volumina an verbrieften Krediten und Unternehmensanleihen noch moderat. Hier ist jedoch zu bedenken, dass eine dauerhafte Anwesenheit des Eurosystems auf diesen Märkten sicherlich zu einem Wachstum beitragen würde. Zudem ist auch eine Ausweitung auf andere Instrumente denkbar. So spielt zum Beispiel der Handelskredit in vielen europäischen Ländern eine wichtige Rolle und übersteigt sogar die Bedeutung von Bankkrediten siehe Abbildung 2.

Mit dem Ankauf von Handelswechseln haben früher viele Notenbanken auch die Bundesbank dieses Segment direkt adressiert. Mit dem Übergang zum Euro hat sich die Geldpolitik jedoch im Wesentlichen auf die Beleihung und jetzt aktuell den Ankauf von Staatschuldtiteln oder staatlich garantierten Wertpapieren konzentriert. So gesehen ist der Ankauf von Unternehmensverbindlichkeiten keineswegs unkonventionell. Vielmehr handelt es sich um die Rückkehr zu einer traditionellen Zentralbankpraxis.

Eine Monetisierung von Schuldtiteln privater Schuldner hätte noch zwei weitere Vorteile. Zum Ersten würde eine klare Trennung von Geldpolitik und Staatskredit erreicht. Diese hat es bis jetzt nicht gegeben, auch vor den Ankaufsprogrammen nicht, als Zentralbankkredite an Banken weitgehend durch Staatsschuldtitel besichert wurden.

Zum Zweiten würde eine solche Politik die sicheren manchmal allerdings nur vermeintlich sicheren Staatsschuldtitel denjenigen Anlegern überlassen, die auf sie angewiesen sind: Minimierung der eigenen Risiken ist kein Ziel der Geldpolitik Gegen eine solche Politik wird vielfach eingewendet, dass das Eurosystem damit höhere Risiken eingehe.

Aber wie bereits Martin Hellwig angemerkt hat, kann es nicht die wesentliche Aufgabe der Notenbank sein, eigene Risiken zu minimieren. Auch hier zeigt ein Blick in die Historie, dass Zentralbanken durchaus bereit sind, erhebliche Risiken auf sich zu nehmen, wenn dies geldpolitisch geboten ist.

Man denke nur an die hohen Dollarbestände der Bundesbank. Die hohen Dollaranlagen haben immer wieder erheblichen Abschreibungsbedarf hervorgerufen. Das Diskontgeschäft der Bundesbank dürfte hingegen profitabel gewesen sein. Am vermeintlichen Risiko sollte es also nicht scheitern.

Doch die These greift zu kurz. Zentrale Ursache ist die investitionsfeindliche Politik der Bundesregierung. Deutschland, und damit auch Europa, befindet sich mitten in der schwarzen Nullzeit. Doch wir leben in einer besonderen Zeit: Der Zins ist null, die Kraft ist weg. Vorsorge fürs Alter wird dadurch immer schwieriger. Bei einigen Lebensversicherern und insbesondere bei einigen Pensionskassen schlummern Deckungslücken, weil mit einem viel zu hohen Rechnungszins bilanziert wird.

Die Lage ist also ernst. Es ist bemerkenswert, dass sich die Versicherungslobby zum Verteidiger der deutschen Sparkultur stilisiert. Die Sichtbarkeit der hohen Vertriebs- und Verwaltungskosten steigt, je tiefer die Nominalzinsen sinken. Entsprechend nützlich ist die Europäische Zentralbank als Sündenbock für eine verfehlte Unternehmenspolitik. Ähnliches gilt für viele Banken. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass diese Schuldthese nicht stimmen kann. Erstens sinken die Zinsen bereits seit den er- Jahren.

Zweitens erfordert eine seriöse Ursachenanalyse, zwischen Nominal- und Realzinsen zu unterscheiden. In der Eurozone wird diese Rate seit vielen Jahren unterschritten. In der nun vorherrschenden Nullzeit ist es schwer, diese Versprechen zu halten.

Daher rührt die Tendenz der Finanzbranche, die Zentralbank zum Sündenbock zu erklären. Das hat mit Propaganda mehr zu tun als mit volkswirtschaftlicher Analyse. Die fatale Null Wie also sind wir in die Nullzeit geraten? Dabei sieht man auf der Nachfrageseite schon seit langer Zeit einen Rückgang der sowohl privaten als auch öffentlichen Investitionstätigkeit, der in Herrn Schäubles fataler Null seinen absoluten Tiefpunkt erreichte.

Denn Schäubles Null hat eine dunkle Seite. Die Bevölkerung wächst dank Zuwanderung. Das kann nicht gutgehen. Die investitionsfeindliche Fiskalpolitik sowohl in Deutschland als auch von Deutschland ausgehend in der Europäischen Union beeinflusst das Zinsniveau über drei zusammenhängende Kanäle. Erstens investiert die öffentliche Hand zu wenig. In kaum einer Industrienation investiert der Staat gemessen an der Wirtschaftsleistung so wenig wie in Deutschland.

Innerhalb von 20 Jahren ist das staatliche Nettovermögen von Mrd. Euro auf nahezu null geschrumpft. Die Nettoinvestitionsquote des Gesamtstaats ist seit 10 Jahren negativ. Der Internationale Währungsfonds forderte von der Bundesregierung deshalb, 60 Mrd.

Euro zusätzlich in die Modernisierung der Infrastruktur zu stecken. Die Kreditnachfrage würde weiter anziehen und mit ihr Zins und Inflation.

Damit würde, drittens, das Angebot an Liquidität wieder sinken, nicht nur relativ zur Nachfrage, sondern absolut.

Denn die Europä ische Zentralbank versucht derzeit, das ihr per Gesetz vorgegebene Ziel der Preisstabilität am Markt durchzusetzen. Je früher sich die Teuerungsrate der Preisstabilität annähert, desto eher kann die Zentral bank aus ihrer notgedrungen ultra-lockeren Geldpolitik aussteigen.

Dass dies bald geschieht, ist nicht nur aus Sicht all jener wünschenswert, die für ihr Alter vorsorgen. Dies wiederum ist problematisch für die Finanzstabilität und hat unerwünschte Verteilungseffekte.

Würden die europäischen Regierungen für eine ausreichende Investitionsbereitschaft sorgen, wäre wahrscheinlich zum einen die derzeitige extreme Geldpolitik nicht nötig. Zum anderen hätte sie, wenn sie doch durchgeführt würde, wesentlich weniger unerwünschte Nebeneffekte. Mit der Finanzwende kommt auch die Zinswende Doch Herr Schäuble will in der Nullzeit bleiben und schafft dadurch eine schwere Hypothek für die Zukunft. Für konsumtive Steuergeschenke wie Herdprämien etc.

Gerade weil die Zinsen wieder steigen werden, wäre es klug, die Gunst der Stunde zu nutzen, um produktive Investitionen langfristig zum heutigen niedrigen Zinssatz zu refinanzieren. Warum wird eine Politik weitergeführt, die für die nächsten Jahre sogar ein Absinken der öffentlichen Investitionen vorsieht?

Allein das Pariser Klimaabkommen benennt eine riesige Investitionslücke für die ökologische Modernisierung unserer Wirtschaft, für zukunftsträchtige Arbeitsplätze, für klimafreundliche Infrastruktur und Energieversorgung. Dringend nötig ist deshalb eine Finanzwende, die mehr öffentliche und private Investitionen zur Stärkung der Realwirtschaft mit einer Regulierung der Finanzwirtschaft verbindet.

Das würde uns aus der Nullzeit herausführen und unsere Altersvorsorge stabilisieren. Niedrigstzinsen für Spareinlagen, bis in den Minusbereich sinkende Zinsrenditen und hohe Bewertungen für Qualitätsaktien: Für Kapitalanleger wird es immer schwieriger, rentierliche Anlagen zu finden. Was waren die besten Anlageoptionen ? Für den Vergleich wurde eine Bundesanleihe ohne Zinsschein gewählt.

Aktieninvestments müssen aber immer mit einem längeren Anlagehorizont eingegangen werden, sie sind nun mal kein Festgeldersatz. Dieser Kandidatenkreis hat dann sicherlich nicht auf den DAX-Gewinner gesetzt, die adidas-aktie. Sie brachte es inkl. Allerdings gibt es auch das negative Gegenstück dazu. Wer auf eine Erholung einer der Verliereraktien des Jahres setzte, die Deutsche Bank, lag damit falsch. Weltauswahl schlägt Europa Verlassen wir die heimischen Gefilde und wenden uns Europa zu.

Auch wird die Kapitalanlage nicht einfacher. Ob es tatsächlich zu einer nachhaltigen Zinstrendwende kommen wird, bleibt abzuwarten. Setzen sich die Trends aber fort, haben ausgesuchte Aktienanlagen und Edelmetalle die besten Perspektiven. Angaben für den Zeitraum 4. Jacob Wackerhausen - istockphoto. Mit 90 Prozent aller Menschen nicht übereinzustimmen, ist eines der wichtigsten Anzeichen für geistige Gesundheit. Von diesen Renditen können Anleiheinvestoren und Sparer nur träumen.

Und die reinvestierte Dividende ist ein Erfolgsgarant. Doch auch Staatsanleihen unterliegen Risiken, die bei Mittelstandsanleihen in den letzten Jahren zu schmerzlichen Verlusten führten. Eine Auswahl daraus stellen wir heute vor. Henkel hat seine Dividende in den letzten sechs Jahren jedes Jahr angehoben. Dabei hat sich die Ausschüttung von 0,53 Euro je Vorzugsaktie auf zuletzt 1,47 Euro erhöht. Der Umsatz lag im Geschäftsjahr mit 18,1 Mrd.

Euro deutlich über dem Niveau des Vorjahres 16,4 Mrd. Er zählt damit zu den Dividendenaristokraten, also Unternehmen, die seit mindestens 25 Jahren in Folge ihre Dividende jedes Jahr angehoben haben.

Der Gewinn kletterte auf knapp 2 Mrd. US-Dollar nach Mio. US Dollar im Vorjahr. Neben der Getränkesparte setzt die Firma auch auf Snacks. Der Nahrungsmittelgigant hat insgesamt 22 verschiedene Produktlinien im Portfolio, die jede für sich mehr als eine Milliarde US-Dollar an jährlichem Umsatz generiert. Zu den Marken zählen u.

Mit mittlerweile 10 Niederlassungen in Deutschland ist die Degussa nahezu flächendeckend vertreten von Hamburg bis München, von Köln bis Berlin. Auch wenn es um den Altgold-Verkauf oder die Lagerung von Edelmetallen geht, vertrauen die Kunden hierbei auf die Seriosität und Professionalität, für die das Unternehmen steht. Die Degussa hat sich sehr schnell als die Instanz bei der Wertanlage in Edelmetallen entwickelt.

Im Investmentbereich und auch bei dem weiter wachsenden Angebot unserer Goldgeschenke bieten wir mittlerweile die breiteste Produktpalette der Branche. Wir sehen uns als Teamplayer mit unseren Kunden als Teil des Teams. Hierbei befolgen wir stets unser durchgängiges Credo Mehr Gold fürs Geld. Die Degussa Krügerrand-Uhr ist dafür ein Beispiel. Ihr Zifferblatt besteht aus einer echten Krügerrand Anlagemünze, wodurch die Uhr einen hohen Goldgehalt von rund 70 Gramm besitzt.

Ein Wert, den kein vergleichbares Modell anderer Anbieter auf dem gesamten Uhrenmarkt aufweise, so der Degussa-Geschäftsführer.

Ein Geschenk aus dem Hause Degussa soll deshalb nicht nur ein reines Accessoire oder eine schöne Aufmerksamkeit sein, sondern vielmehr eine werthaltige Investition mit gleichzeitig ästhetischem Charakter. So erfreuen die Goldgeschenke beides das Auge und den Geldbeutel.

Insgesamt werden rund Mrd. Euro an Kundenvermögen verwaltet. Das Fondsvolumen liegt derzeit bei ,3 Mio. Euro für institutionelle und private Kunden. Das Fondsvermögen liegt bei Mio. Diesen Fonds gibt es auch noch in der Anteilsklasse A, bei der im Gegensatz zu dem hier besprochenen Fonds eine Ausschüttung der Erträge vorgenommen wird. In den Index aufgenommen werden die Unternehmen, die in ihrem jeweiligen Land zu den Konzernen mit den höchsten Dividendenausschüttungen zählen.

Unter den TopWerten befinden sich insgesamt sechs britische Unternehmen. Es folgen die Konsumgüterbranche, öffentliche Dienstleistungen sowie Gesundheitswerte Quelle: Gestartet wurde der DivDax am Es folgen Siemens und die Deutsche Telekom.

Eine Ausschüttung erfolgt bis zu viermal pro Jahr Quelle: Diese passiven Produkte überzeugen mit einer einfachen Funktionsweise, flexiblen Einsatzmöglichkeiten und niedrigen Gebühren. Er bot Sparern die Möglichkeit, ihr Geld in das Gemeinschaftsvermögen Eintracht macht stark einzuzahlen.

April eröffnete die Deutsche Börse ein spezielles Segment für passive Indexfonds. Doch lassen die Wachstumsraten aufhorchen: Deutsche Bank Market Research ein Fünftel aus. Gleichwohl ist die Branche drauf und dran, die Schallmauer von einer halben Billion Euro zu knacken siehe Grafik. Es geht stets darum, den zugrunde liegenden Index möglichst genau abzubilden. Wer sich beispielsweise einen börsengehandelten Fonds auf den DAX ins Depot legt, ist de facto in den 30 Mitgliedern des heimischen Leitbarometers positioniert.

Zu Verschiebungen kommt es nur, wenn die Deutsche Börse die Indexzusammensetzung verändert. Die Tatsache, dass es vielen aktiven Fondsmanagern nicht gelingt, ihre jeweilige Benchmark zu schlagen, verstärkt den Trend in Richtung passiver Anlagen. Gleichwohl sollten Anleger nicht blind zugreifen, sondern vor dem Kauf eines passiven Indexfonds mehrere Kriterien beachten.

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal bei den Indexfonds ist die Replikationsmethode. Prinzipiell nutzen die Anbieter zwei verschiedene Techniken, den jeweiligen Referenzindex abzubilden.

Bei der physischen Methode hält der Fonds sämtliche Bestandteile analog zu ihrer Gewichtung im Index. Das Gegenmodell stellt die synthetische oder swapbasierte Replikation dar.

Zwar stellt der Anbieter auch hier einen Wertpapierkorb zusammen. Allerdings müssen dessen Bestandteile nichts mit dem Referenzindex zu tun haben. Verschwimmende Grenzen Wegen des bei diesem Swapgeschäft aufkommenden Kontrahentenrisikos steht die synthetische Methode immer wieder in der Kritik.

Allerdings kann auch bei der dominierenden Gattung ein Kontrahent samt der entsprechenden Ausfallgefahr im Spiel sein. Das gilt, sobald ein physischer Fonds die gehaltenen Wertpapiere verleiht, um zusätzliche Erträge zu generieren.

Anleger sollten daher unabhängig von der Replikationsmethode ein Auge auf die involvierten Parteien werfen und die Risiken für sich bewerten. Immer häufiger kommen passive Fonds an den Markt, die auf neuartigen Indizes basieren.

Deren Strickmuster weichen von der klassischen Gewichtung anhand der Marktkapitalisierung ab. Für erfahrene Investoren kann das aufstrebende Segment dennoch reizvoll sein.

Wer neu dabei ist oder nicht die Zeit hat, die Bauweise der mitunter sehr komplexen Benchmarks zu durchdringen, ist gut beraten, den Fokus auf die Klassiker auszurichten.

Anleger sollten sich an den wichtigsten und bekanntesten Regionen- und Länderindizes orientieren, meint Dominique Riedl. Summe des durch die ausgegebenen Fondsanteile verwalteten Vermögens. Dagegen stecken thesaurierende Produkte die Erträge direkt wieder in das Fondsvermögen. Für die langfristige Vermögensplanung sind thesaurierende ETFs sinnvoller, nicht zuletzt wegen des Zinseszinseffekts.

Sowohl bei der synthetischen Replikation als auch bei einer Wertpapierleihe sind ETFs der Gefahr ausgesetzt, dass die Gegenpartei ihren Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Jedoch gibt es Sicherungsmechanismen. Fonds bildet die Benchmark durch einen Swap ab.

Dabei tauscht er mit einem Kontrahenten die Erträge aus einem beliebigen Wertpapierkorb gegen die Indexperformance. Zum anderen nimmt mit der Kapitalsumme die Handelsqualität zu. Während sich diese Parameter an konkreten Kennzahlen festmachen lassen, hängt das Auswahlkriterium Ertragsverwendung von den persönlichen Präferenzen ab.

Wer einen Sparplan mit börsengehandelten Indexfonds bestücken möchte, sollte zur zweitgenannten Verfahrensweise, der sogenannten Thesaurierung, greifen.

Denn bei Fonds, die die Erträge direkt dem Vermögen zuführen, müssen sich Anleger nicht um die Wiederanlage kümmern. Bereits ab einer monatlichen Rate von 25 Euro können Kunden der Direktbanken ihre individuelle Vorsorge starten.

In der Tabelle unten finden Sie passive Aktienfonds, die namhafte Indizes abbilden, niedrige Gebühren sowie eine ansprechende Handelsliquidität mitbringen und darüber hinaus sparplanfähig sind.

Natürlich ist selbst das beste Produkt dem generellen Auf und Ab der Kurse ausgesetzt. Ohne Risiko gibt es an den Kapitalmärkten eben keine Chancen an dieser Erkenntnis hat sich seit der Pionierleistung des Adriaan van Ketwich nichts geändert. Alle ETFs sind thesaurierend Stand: Die Welt ist ein Buch.

Wer nicht reist, der liest nur die erste Seite. Anleger sollten auch im kommenden Jahr über den deutschen oder europäischen Tellerrand hinausschauen, sonst verpasst man möglicherweise interessante Chancen. Die Emerging Markets sollte man dabei erneut im Blick haben. Aber an der Börse gibt es bekanntlich immer einen Bullenmarkt Anleger müssen ihn nur finden waren beispielsweise die Emerging Markets ein Bullenmarkt: Und viele fundamentale Faktoren sprechen dafür, dass sich die starke Performance auch fortsetzen könnte.

Rahmendaten in Schwellenländern verbessern sich Erstmals seit Jahren entwickelten sich wichtige makroökonomische Faktoren wieder positiv für die Schwellenländer. Volkswirtschaftliche und finanzwirtschaftliche Rahmendaten haben sich in vielen Schwellenländern entspannt bzw. Viele Währungen haben sich stabilisiert. Die Inflationsraten sind rückläufig. Dadurch eröffnet sich für die Notenbanken in vielen Schwellenländern die Chance, die Zinsen zu sen- ken und das Wirtschaftswachstum in den jeweiligen Volkswirtschaften dadurch zu stimulieren.

Zudem sind die ausländischen Direktinvestitionen wieder deutlich angestiegen, was die dortigen Wirtschaften beflügelt. Nehmen wir beispielsweise Russland: Aber was kaum ein Börsianer registriert hat: Trotz aller politischen Spannungen steigen die westlichen Investitionen in die russische Wirtschaft wieder deutlich an.

Die Wahrscheinlichkeit ist also hoch, dass die deutschen Direktinvestitionen dort ein neues Rekordhoch erreichen werden. Überhaupt fassen die internationalen Investoren wieder Vertrauen in die Schwellenländer, in denen teilweise Reformer das Ruder übernommen haben oder Fortschritte in der Korruptionsbekämpfung erzielt werden. Wirtschaftswachstum soll deutlich anziehen Der dritte wichtige Faktor für die tolle Performance der Emerging Markets war die Stabilisierung der Rohstoffpreise und das Comeback des Ölpreises.

Alle genannten drei Faktoren haben zusammengenommen zu einer deutlichen Beschleunigung des Wirtschaftswachstums in vielen Schwellenländern geführt. Es besteht ein Währungsrisiko. Der Index beinhaltet Werte. Auch hier besteht ein Währungsrisiko. Indiziert auf den , Ermittelt jeweils über entsprechende Indexprodukte Stand: Diese wirtschaftliche Entwicklung hilft den exportlastigen Volkswirtschaften vor allem in Asien und war somit der vierte zentrale Wachstumstreiber für die Schwellenländer.

Aufgrund der geschilderten Dynamik sollten die Emerging Markets auch überdurchschnittlich stark wachsen. Auf die Bewertung kommt es an Ein wichtiger Faktor für Börsianer: Und die sind für die Schwellenländer weiterhin attraktiv. Denn die Mischung aus anziehendem Welthandel, steigenden Rohstoffpreisen, neuen Investitionen und wachsenden Binnenmärkten führt jetzt wieder zu deutlich steigenden Gewinnen bei den Unternehmen aus den Schwellenländern.

Durch eingebrochene Rohstoffpreise und sinkende Exporte wuchsen die Gewinne vieler Firmen deutlich langsamer oder schrumpften sogar, mit dem Ergebnis: Die Aktien bewertungen vieler Werte waren dann trotz gefallender Kurse immer noch nicht günstig. Jetzt sehen wir den umgekehrten Effekt: Die steigenden Unternehmensgewinne kompensieren die Aktienanstiege aus und so sind viele Werte aus den Schwellenländern immer noch sehr attraktiv bewertet.

Oder nehmen wir Russland: Trotz der starken Kursgewinne liegt das KGV des russischen Aktienmarktes immer noch lediglich bei rund 6. Selektion ist Trumpf Die Bewertungen empfinden nun auch die Investoren wieder zunehmend interessant. Und während in den vergangenen Jahren die Kapitalmittelabflüsse die Schwellenländerbörsen stark in Mitleidenschaft gezogen haben, kehren sie sich nun um: Allerdings gibt es natürlich nicht nur Licht, das wäre auch zu schön, um wahr zu sein. Es gibt natürlich ganz beträchtliche Risiken und diese müssen Anleger unbedingt auf dem Schirm haben, 52 AnlegerLand Dabei kann das bei Schwellenländern bisweilen sehr schnell gehen.

Nehmen wir als Beispiel die Türkei, hier hat sich das Länderrisiko in den vergangenen zwei Jahren enorm erhöht. Deshalb ist Selektion bzw.

Diversifikation das oberste Gebot für Anleger in Emerging Markets. Nun sorgen sich Börsianer, was nach dem Amtsantritt von Trump im Januar mit den Beziehungen zu Mexiko passieren wird? Der Trump-Effekt reicht noch weiter: Eine wahrscheinlich protektionistische America First -Wirtschaftspolitik der neuen Trump-Regierung wird die Export-Sektoren vieler Schwellenländer deutlich belasten.

Im Konsum-Bereich werden davon ostasiatische Exportländer wie China besonders betroffen sein. Im Rohstoff-Bereich Trump will die eigenen fossilen Energien fördern sind vor allem die lateinamerikanischen Exportländer negativ betroffen. Auch hier ist die Selektion ganz entscheidend, je mehr Risiko vor allem auch Länderrisiko der Investor für seine Anlagen in einem Schwellenland sieht, um so eher wird er gewillt sein, seine Anlagen dort abzuziehen. Die oben bereits erwähnte Türkei muss diesen Prozess gerade durchlaufen.

Diese Risiken können Börsianer allerdings durch eine breite Diversifikation auf verschiedene Emerging Markets ausbalancieren. So investiert man mit einem Investment in Unternehmen aus den unterschiedlichsten Emerging Markets.

Die westlichen Aktienmärkte sind inzwischen nicht mehr billig bzw. Spekulative Anleger mischen ihren Portfolios deshalb gut diversifizierte Emerging-Markets-Anlagen bei. Unser Ziel ist der Informationsaustausch. Aktuell liegen intelligente Indexvarianten im Trend. Spricht man von Faktor- Investing, dann ist damit gemeint, dass verschiedene Renditequellen aus Anlagestilen im Rahmen einer Investmentstrategie systematisch genutzt werden.

In Faktoren wie bspw. Die Gewichtung der Unternehmen bei Faktor-ETFs wird allerdings nicht einfach nur nach der Marktkapitalisierung vorgenommen, sondern auf Basis vordefinierter Kriterien, auch Faktor- Eigenschaften genannt. Aufbauend auf Analysen und wissenschaftlichen Erkenntnissen werden die Indizes regelbasiert neu zusammengestellt. Und worin liegen die Vorteile dieser Smart-Beta Strategien?

Die Ansätze stammen aus dem aktiven Fondsmanagement. Im Unterschied zu klassischem aktivem Fondsmanagement folgen Smart- Beta ETFs jedoch einem Index, in dem die Anlagestrategie regelgebunden und rein quantitativ abgebildet wird. Sie kombinieren damit die Vorteile des aktiven Managements mit denen der passiven Geldanlage, wie u. Diese Ansätze wurden bereits vielfach wissenschaftlich erforscht.

Dabei zeigte sich schnell, dass einzelne Faktoren zwar langfristig eine Outperformance erzielen können, sich temporär aber auch schwächer als der Markt entwickeln. Das sehe ich nicht so kritisch. Das wird auch durch wachsende Marktanteile in Europa und eine steigende Nachfrage, insbesondere bei institutionellen Investoren, untermauert.

Können Sie uns sagen, was die beliebtesten Faktorstrategien institutioneller Investoren sind? Systematische Anlagestrategien stehen bei institutionellen Investoren hoch im Kurs, so auch die auf den Erkenntnissen der modernen Portfoliotheorie aufbauenden wissenschaftlichen Forschungen und Analysen rund um Value, Momentum und Low Volatility.

Bei der Zusammenstellung der Faktoren gilt vor allem, das Verhältnis zwischen Rendite und Risiko des Portfolios zu verbessern. Während sich der Momentum-Faktor beispielsweise vornehmlich dazu eignet, in Erholungsund Boomphasen überdurchschnittlich zu profitieren, punkten die sogenannten Low-Volatility-ETFs in Abschwungphasen und bei einem turbulenten Marktumfeld, da sie Kurseinbrüche abfedern können.

Damit ist der Erfolg in jeder Marktphase längst nicht garantiert. Die wesentliche Herausforderung liegt darin, die richtigen Faktoren zur richtigen Zeit auszumachen und diese unter Berücksichtigung des gewünschten Risiko-Rendite-Profils aktiv zu allokieren.

Wer die Zeit und das Know-how selbst nicht aufbringen kann, sollte dies über ein professionelles Fondsmanagement einkaufen. Gibt es Faktor-Investing auch in gebündelter Form in einer Fondslösung? In einer tiefgehenden Untersuchung, die mehr als Testreihen umfasste, haben wir herausgefunden, dass sich die Stärken der einzelnen Faktoren optimal über eine Faktoren-Rota- tion ausnutzen lassen.

Dabei investieren wir nur dann in die trendstärksten Anlagestile, wenn diese auch einen positiven Trend aufweisen.

Mein Fazit lautet daher: Faktor-ETFs sind erst dann smart, wenn man sie richtig einsetzt. Ihr Vorteil als Unternehmen: Die Baader Bank bietet ein breites Leistungsspektrum und individuelle Beratung unabhängig und auf Augenhöhe.

Die Bank zum Kapitalmarkt. Dies gilt sowohl bezogen auf den Zeitraum seit Auflage vor knapp 17 Monaten als auch für den bisherigen Verlauf im Jahr ie Bedeutung der Dividende für den langfristigen Börsenerfolg ist unumstritten. Investiert wird in erster Linie in Aktien global agierender Unternehmen, die sich in der Vergangenheit durch eine hohe Dividendenkontinuität ausgezeichnet haben. Wir machen uns aber auch auf die Suche nach Unternehmen, die noch nicht in der ersten Liga der Dividendenchampions angekommen sind, aber grundsätzlich das Potenzial dazu haben.

Ausgewählte Firmen aus diesem Anwärterkreis kaufen wir dann gelegentlich ebenfalls in unser wikifolio. Juni Seitdem steht ein Ergebnis von plus minus null in den Büchern. Das ist nicht berauschend und wir geben uns auch nicht zufrieden damit. Aber im Blick auf wichtige Vergleichsindizes wird klar, dass die Entwicklung so schlecht nicht ist. Im auslaufenden Jahr zeigt sich eine ähnliche Entwicklung. Bei allen drei Firmen sehen wir auch künftig viel Potenzial, insbesondere was die Entwicklung der Dividende anbelangt.

Seit , also Jahre! In den letzten 60 Jahren wurde die Ausschüttung ununterbrochen jedes Jahr angehoben. Microsoft zahlt seit dem Jahr eine Dividende.

Seitdem erfolgte jedes Jahr eine Erhöhung. Von 0, Euro bis 0,50 Euro hat sich die Ausschüttung vervierfacht. Dennoch trauen wir der Aktie noch einiges zu. Es war die Aktuell besteht das wikifolio aus 27 Werten. Mittelfristig wollen wir den Bestand auf 30 Werte ausbauen.

Novo Nordisk stand zuletzt unter Druck, hat aber in diesem Jahr die Dividendensteigerung in Folge bekannt gegeben. Seitdem kam es zu fünf Anhebungen der Dividende. Das Fondsmanagement und an der Veröffentlichung beteiligte Personen halten Anteile an diesem wikifolio- Zertifikat und am im wikifolio enthaltenen Werten.

Zum Depot 56 AnlegerLand Wenn allerdings drei Prinzipien, nach denen wir unsere ETF-wikifolios verwalten, beachtet werden, ist man für die Unwägbarkeiten an den Finanzmärkten sehr gut gerüstet. US-Dollar aus den Aktienmärkten abgezogen. Das ist ein Zeichen dafür, dass an den Finanzmärkten im Gegensatz zu den Immobilienmärkten auf gar keinen Fall ein Überschwang herrscht.

Wer trotz der Volatilität und der Unsicherheit an den Finanzmärkten in Aktien investiert, sollte drei Grundprinzipien beachten: Vermögensverteilung Asset Allocation Wir können alle nicht in die Zukunft blicken und können daher auch nicht wissen, welche Anlageklasse sich künftig am besten entwickeln wird.

Aus diesem Grund ist es sinnvoll, seine Investitionen möglichst breit über unterschiedlichste Anlageklassen zu streuen. Neben Immobilien bieten sich Aktien, aber auch Anleihen an. Allerdings ist dieses Prinzip mit einer Einschränkung zu versehen: Wenn eine Anlageklasse zu teuer geworden ist, sollte man sie meiden.

Staatsanleihen haben aufgrund der expansiven Geldpolitik der Zentralbanken teilweise eine negative Verzinsung und sind demnach kein sinnvolles Investitionsziel. Aufgrund der negativen Verzinsung wurden zinslose Alternativen wie Gold und Silber wieder interessant, zumal diese kein Insolvenzrisiko in sich tragen. Beim Immobilienerwerb sollte man nicht vergessen, dass die mit der Anlage verbundenen Kosten immens sind. Grunderwerbssteuer, Makler, Steuern auf das Grundstück, Instandhaltungskosten etc.

Bei Investmentfonds schlagen die Verwaltungskosten zu Buche. Je geringer die Kosten, umso mehr Kapital kann rentierlich angelegt werden. Diese Differenz müssen Fondsmanager im Investmentprozess erst einmal aufholen, bevor sie mit einem ETF gleichziehen können. Die starke Entwicklung der Immobilienpreise der letzten Jahre sollte nicht dazu führen, noch mehr in Immobilien zu investieren.

Der Immo-Anteil sollte sich reduzieren und andere Anlageklassen anteilig am Gesamtportfolio steigen. Mit diesem Prinzip übersteht man das Platzen einer Blase besser. Auf Jahressicht konnten beide Taktiken den deutschen Aktienmarkt schlagen. Das Fondsmanagement und an der Veröffentlichung beteiligte Personen können Anteile an diesem wikifolio- Zertifikat und am im wikifolio enthaltenen Werten halten. MyDividends investiert in Aktienwerte internationaler Dividendenchampions.

Wenn dieser Fall eintritt, droht der Totalverlust des investierten Kapitals. Die wikifolio-schuldverschreibungen unterliegen keiner Einlagensicherung oder Institutsgarantie. Als Präsidentschaftskandidat polarisierte Donald Trump stark.

Welche Märkte profitieren und welche kommen unter Druck? Wir passen unser Fonds-Musterdepot ein wenig an die neue Ausgangslage an. Gott sei Dank, mag man denken, wenn man sich an die eine oder andere Ankündigung im Wahlkampf von The Donald erinnert.

Was das allerdings für die Welt und die Finanzmärkte bedeutet, steht noch weitgehend in den Sternen. In Trumps ersten Reden nach der Wahl wurde bereits vieles relativiert und man konnte den Eindruck gewinnen, er selbst sei etwas von seinem Wahlerfolg überrascht worden. Viel wird hier nicht passieren, denn vermutlich hätte dies auch negative Folgen für die US- Wirtschaft.

Wahrscheinlich erscheint aber Konsens in der neuen Regierung zum Thema Investitionen in die Infrastruktur. Das schafft Arbeitsplätze für weniger Qualifizierte und sorgt für mehr Wachstum allerdings auch Schulden. Der MainFirst Germany Fund musste dafür weichen. Ob ich damit richtig liege und wie das weitere Trump-Programm aussehen wird, erfahren wir Alexander Rabe rabe-investmentberatung.

Startkapital Euro Transaktionskosten Ausgabeaufschläge und steuerliche Aspekte bleiben unberücksichtigt gekauft werden nur thesaurierende Fonds keine Transaktionskosten Ausgabeaufschläge und Steuern. Änderungen in der Depotzusammenstellung werden redaktionell besprochen. Zwar legen wir hierfür einen Anlagehorizont von drei bis fünf Jahren zugrunde.

Doch ein Blick zurück lohnt jetzt schon. Denn viele der Titel sind weiterhin interessant. Dieser turbulenten Phase konnten sich natürlich unsere Qualitätstitel nicht entziehen. Doch ein Durchhalten sollte sich lohnen, auch weiterhin, denn fundamental ist alles im Lot. Bisher liegen unter Berücksichtigung der Dividende drei unserer zehn Vorstellungen im Minus. Aber die Dividendenzahlung ist mit ein Aspekt bei der Titelauswahl und insofern Teil dieser Anlagestrategie.

Wenig später rutsche die Notierung bis auf 75 Euro ab Ende stand die Aktie dann bei über 90 Euro. Zu Beginn des laufenden Jahres fiel die Notierung dann wieder unter 80 Euro. Heute steht die Aktie auf Rekordniveau im Bereich von 98 Euro.

Ein Durchhalten in diesem Fall war sicher nervenaufreibend, lohnt sich aber unter dem Strich. Letztendlich hat sich also die gute fundamentale Lage durchgesetzt. Die Münchner haben im Jahresverlauf sogar mehrmals ihre Gewinnprognose angehoben. Und dies trotz widriger Umstände, die Auslieferungen der Triebwerke für den Airbus Aneo verzögerten sich nämlich. Diese Probleme seien aber laut Management mittlerweile gelöst, sodass die Vorzeichen für ebenfalls positiv sind.

Auf der Kursseite rückt nun die Marke von Euro in den Blickpunkt. Sie dürfte erst einmal eine schwere Hürde für die MTU-Aktie sein, die wir daher vorerst nur als Halteposition einzustufen.

Der Spezialist für Software rund um das Product Lifecycle Management verlangte mit seinen Kursschwankungen dem Anleger ebenfalls alles ab: Bei Kursen um 17 Euro hatten wir den Wert im August empfohlen, Ende konnte er mit 22 Euro kurzzeitig so hoch notieren wie zuletzt im Jahr Die Freude darüber hielt nicht lange an. Bis Februar fiel die Aktie sogar unter 16 Euro zurück. Die hohe Dividende trug dazu nicht unwesentlich bei, denn die Firma hat tatsächlich wie versprochen ihre Ausschüttung für das Geschäftsjahr auf einen Euro verdoppelt.

Dabei soll es vorerst bleiben und die operative Entwicklung spricht dafür: Dafür ging es mit der Notierung nahezu kontinuierlich nach oben. Und das nicht zu knapp: Aber operativ könnte es ja auch kaum besser laufen: Auch das KGV von 14 signalisiert, dass der eher kleine Technologiewert immer noch günstig ist und weiter kaufenswert. Das sehen wohl auch die investierten Anleger so und denken derzeit noch nicht an Gewinnmitnahmen.

Das ist wohl mit ein Grund dafür, dass der Titel so kursstabil ist. Das hat seine Gründe. Im laufenden Geschäftsjahr soll aber wieder beides zulegen, Umsatz und Gewinn und zwar im mittleren einstelligen Prozentbereich, wie das Management verspricht.

Zudem wird eine deutliche Dividendenanhebung erwartet, nachdem die Ausschüttung für das Problemjahr nur auf Vorjahresniveau blieb.

Mit der Schätzung für knackt die Dividendenrendite sogar die 3-Prozent-Marke. Vor allem aber besticht die Aktie weiter mit ihrem niedrigen KGV von Und man scheint gut aufgestellt für die Zukunft, auch in Sachen Elektroauto. Einerseits ist ein Übergangsjahr, weil der Asset-Tausch mit Gazprom vollzogen wird: Das lässt Umsatz und Gewinn erst einmal sinken.

Verschärfend kommt der Ölpreisverfall hinzu, der die Gewinne der Fördertochter Wintershall einbrechen lässt. Und als wäre das nicht genug, gab es kürzlich einen schweren Explosionsunfall mit mehreren Toten auf dem Werksgelände. Die Anleger halten sich mit der Vergangenheit offenbar nicht auf, sondern richten den Blick schon auf Da stehen die Vorzeichen wesentlich besser: Die Analysten erwarten im Konsens wieder deutliche Anstiege bei Umsatz und Gewinn und rechnen sogar damit, dass die Dividende auf über 3 Euro steigt.

Gönnen Sie sich eine Auszeit - jetzt und überall: Dabei ist kaum anzunehmen, dass die Zinsen auf absehbare Zeit wirklich wieder nennenswert ansteigen. Die Dividende soll bis dahin kontinuierlich auf 1,50 Euro angehoben werden. Ein Teil davon kommt auch nach wie vor aus dem steuerlichen Einlagenkonto und ist dann beim Anleger zunächst kapitalertragssteuerfrei. Das Geschäft brummt nämlich so stark, dass diesmal schon in den ersten neun Monaten ein Gewinn ausgewiesen wurde.

Normalerweise wird der komplette Jahresgewinn erst im Weihnachtsgeschäft eingefahren. Daher rechnen die Analysten jetzt mit einem kräftigen Gewinnanstieg und erwarten 4,37 Euro je Aktie nach 3,24 Euro im Vorjahr. Allerdings lag damit das KGV zwischenzeitlich bei fast Kein Wunder, dass die Kursrally nun erst einmal stockt und die Aktie wieder in Richtung 80 Euro zurückgefallen ist. Das ergibt seit unserer Vorstellung inkl.

Wann startet die Aufholjagd? Dabei konnte das bei 8,20 Euro vorgestellte Papier kurzzeitig auch schon über 9 Euro klettern, bis auch hier die plötzliche Abneigung gegen Immobilienaktien nach der Trump-Wahl für Kursverluste sorgte. Die Aktie bleibt also weiterhin ein chancenreiches Investment mit aktuell hervorragender Dividendenrendite. PWO betreibt Werke in Mexiko. Ein gewisser Trump-Abschlag ist aktuell bei der Aktie sicher auch gerechtfertigt, aber der fällt doch reichlich hoch aus.

Pharmawerte zählen an der Börse nämlich zu den Trump-Gewinnern, da der künftige US-Präsident für Deregulierung und Marktwirtschaft im Gesundheitswesen steht sprich hohe Medikamentenpreise. Die laufende Monsanto-Übernahme bleibt für Bayer hingegen ein Belastungsfaktor. Die Meldung, dass man zur Finanzierung eine riesige Pflichtwandelanleihe begeben wird, drückte den Kurs zuletzt wieder unter 90 Euro und vernichtete die Kursgewinne seit Vorstellung der Aktie Anfang Juni.

Grund zur Sorge ist der minimale Kursrückgang natürlich nicht, doch er gibt zu verstehen, dass der Monsanto-Deal noch länger nicht verdaut sein wird. Die Fusion soll ja auch erst Ende abgewickelt sein. Danach dürfte der neue Lifescience-Gigant aus Bayer und Monsanto allerdings ein hochspannendes Unternehmen darstellen. Spannend genug jedenfalls, um als Aktionär dabei zu sein. Erdland ist aber mehr als nur Konzernchef er ist Branchensprecher, politisch gut vernetzt und ein Mann der klaren Worte.

Entsprechend selbst- kritisch geht er mit der Banken- und Versicherungsbranche ins Gericht. Die gesetzliche Rente bewirkt keine Wunderdinge Bilder: GDV 64 AnlegerLand Herr Erdland, ist die Versicherungswirtschaft eigentlich stärker oder schwächer von der Digitalisierung betroffen als beispielsweise die Automobilindustrie? Das Wort betroffen gefällt mir nicht das klingt so leidend.

Ich denke, unsere Branche muss sehr wachsam sein, insbesondere, weil wir im Kern mit vielen Daten umgehen. Die anstehenden Veränderungen sind von der Dimension her durchaus mit der Automobilindustrie vergleichbar. Unterm Strich kann die Digitalisierung die Kundenzufriedenheit und damit Wachstum fördern, aber eben auch die Effizienz in den Abläufen unterstützen.

Fürchten muss man Insurtechs nur, wenn man sie nicht ernst nimmt. Die gesamte Branche sieht, dass über Insurtechs interessante Dinge in Gang gesetzt werden. Einige davon sind übrigens von traditionellen Anbietern gegründet oder gekauft worden, teilweise kooperiert man auch miteinander. Lernen können wir von ihnen die Herangehensweise an Innovation: Insurtechs denken immer vom Kunden her, sind schnell in der Entwicklung und auch genauso schnell im Wegwerfen von Ideen, wenn keine Aussicht auf Erfolg besteht.

Wie wird sich der Kundengewinnungsprozess verändern? Ein Bausparvertrag oder eine Lebensversicherung sind wichtige Weichenstellungen für das Leben da sollten Kunden die persönliche Beratung in Anspruch nehmen, zumal die Entscheidungen durch die jeweiligen Lebensbiografien, die Vielfalt der Angebote und das niedrige Zinsniveau nicht einfacher geworden sind. Auf der anderen Seite können wir die Beratung entlasten, weil der Abschluss von weniger komplexen Produkten oder die Erledigung administrativer Aufgaben online vorgenommen werden können.

Wir müssen das Bausparen im Kern erhalten: Mit der Kündigung von nicht abgerufenen Verträgen hat die Branche nicht unbedingt zum Imagegewinn beigetragen. Anzeige Viele Unternehmen gründen sogenannte Innovation Hubs, die signalisieren: Wir fördern Start-up-Kultur innerhalb des Unternehmens.

Dort entwickeln wir neue Geschäftsmodelle und Produkte, die wir entweder selbst nutzen oder vermarkten. Wichtig ist, dass wir als Vorstand Teil der Transformation sind und sie aktiv mitleben. Das ist bei uns der Fall. Dividenden der Schlüssel zum langfristigen Anlageerfolg! Dafür ist Bausparen nicht gedacht, und dafür wird es auch nicht mit Steuergeldern gefördert. Private Vorsorge ist also wichtiger denn je, aber die Zinsen sind im Dauertief.

Was raten Sie jungen Menschen, die am Anfang ihrer Laufbahn stehen? Der Bedarf an Vorsorge wächst, weil die Menschen immer älter werden. Das ist etwas ganz anderes, als bei Kindern im Alter von Jahren.

Ich bin dann also an dem Donnerstag nach Hause und konnte die ersten 1,5 Stunden an nichts anderes als den Mini Chef denken. Mir wurde am Empfang direkt gesagt, dass es ihm super ginge.

Er spielt und scheint sich wohlzufühlen und ich solle doch in einer Stunde noch mal wiederkommen. Ich war erleichtert und bin wieder nach Hause gegangen. Als ich den Mini Chef um Ich habe meinen Tageszettel bekommen und war zufrieden. Er hatte zwar nichts gegessen und getrunken das hat er in Deutschland auch erst nach Wochen gemacht , aber er hat gesungen und getanzt und sich morgens auch wieder beruhigt.

Er hat mir auch nichts Negatives erzählt. Da fing er auf einmal an, den Kindergarten ständig zu thematisieren und meinte immer er will nicht mehr in den Kindergarten. Am nächsten Morgen das gleiche Spiel. Den ganzen Weg über hat er geweint. Das kannte ich so nicht von ihm. Ich konnte ihn dann damit beruhigen, dass es an diesem Tag eine kleine Weihnachtsaktion im Kindergarten geben würde.

Jedes Kind sollte ein eingepacktes Buch mitbringen. Die wurden dann unter dem Tannenbaum verteilt und jedes Kind hat dann ein Buchgeschenk bekommen. Das fand der Mini Chef toll und er hatte sich beruhigt. Als ich dann aber wieder losgegangen bin hat er wieder schrecklich geweint. Dass er weint, kenne ich. Das hat er die ersten Wochen in Deutschland auch gemacht.

In den USA war es aber anders. Das Weinen war anders. Es war ein richtiges Schreien. Ich dachte mein Herz würde vor Schmerz explodieren. Ich habe ihn dann wieder um Er war ganz aufgeregt, denn Santa war im Kindergarten. Das hat mich gefreut. Abends dann wieder das gleiche Spiel.

Er hat den Kindergarten ständig thematisiert und gesagt er will da nicht mehr hin. Das hat er in Deutschland nie gemacht. Er hat zwar morgens manchmal gesagt, dass er zuhause bleiben möchte, aber der Kindergarten wurde nie so extrem thematisiert. Das fand ich schon sehr eigenartig. Ja und Freitagnacht ging es ja dann los.

Ich war fix und fertig. Ständig hat er über den Kindergarten gesprochen und immer wieder gesagt, dass er da nicht mehr hin möchte. Mein Gefühl hat mir gesagt, dass wir das abbrechen müssen. Es hat sich einfach nicht richtig angefühlt. Und jetzt im Nachhinein bin ich so froh, dass wir das auch gemacht haben. Neben der fehlenden Eingewöhnung unterscheiden sich amerikanische Kindergärten noch in vielen anderen Punkten von deutschen.

Freies Spiel gibt es so gut wie gar nicht. Nur morgens dürfen die Kinder frei spielen. Danach beginnt der Tagesplan. Am Montag findet man in den Gruppen einen Wochenplan auf dem man lesen kann was die ganze Woche geplant ist. Und es gibt immer ein Thema: Weihnachten, Zahlen, Formen, Tiere, Buchstaben usw.

Irgendetwas wird immer gelernt. Ich finde es schön, dass so viel gebastelt und gemalt wird, aber mir fehlt das freie Spiel. Mir fehlt der Raum in dem sich die Kinder selber entdecken und entwickeln können ohne das ihnen vorgegeben wird wir machen jetzt das und dann das und dann das.

Und dafür gibt es keine Ausnahme. Das wird komplett so durchgezogen. Übrigens dürfen Kinder in amerikanischen Kindergärten auch keine Nuckel benutzen. Das dürfen die aus Sicherheitsgründen nicht. Es könnte ja ein Kind mit Nuckel im Mund hinfallen und sich mit oder an dem Nuckel verletzen. Auch die Kosten sind extrem hoch. Es gibt Ganztagesplätze und Halbtagesplätze und man muss sich entscheiden, ob man sein Kind 2, 3 ,4 oder 5 Tage die Woche in die Einrichtung bringt. Sehr viel wie ich finde.

Unfassbar viel wie ich finde und da ist nicht mal immer das Essen inklusive. So viel muste erstmal verdienen wie du da bezahlen musst. Was auch ganz anders ist als in Deutschland ist die Trennung nach Alter.

Wie in Deutschland auch gibt es Gruppen mit verschiedenen Altersstufen. Zum Beispiel bis 2 Jahre, Jahre oder Jahre. Diese Gruppeneinteilungen bleiben den ganzen Tag bestehen. Das bedeutet, dass die kleineren Kinder keinen Kontakt zu den älteren Kindern haben. Jüngere Kinder können so viel von den älteren lernen und sich vieles abgucken. Ich finde das ganz wichtig. Das gibt es in den USA aber nicht, da die Altersgruppen eben ganz strikt getrennt werden. Ich bin froh, dass wir die Erfahrung amerikanischer Kindergarten machen konnten.

Leider muss ich aber eben sagen, dass ich mein Kind nicht in eine solche Einrichtung bringen möchte. Die Unterschiede sind einfach zu massiv. Mir fehlt das Einfühlungsvermögen, die Begegnung und der Kontakt mit den Erziehern. Alles ist meiner Meinung viel zu strukturiert und durchgeplant. Es ist kaum Platz für eigene Ideen und für das freie Spiel.

Und vor allem gehen die Erzieher viel zu wenig auf die Kinder ein. Sicherlich machen sie ihre Sache gut, aber meiner Meinung nach sind sie zu distanziert.

Es kann natürlich sein, dass sich meine Meinung nach ein paar Wochen geändert hätte. Und wie gesagt, es werden nicht alle Kindergärten in den USA so sein. Ich habe auch schon von vielen positiven Erfahrungen gehört. Wir hatten dann wohl einfach mal Pech gehat. Ich bin wirklich froh, dass der Mini Chef jetzt wieder hier in unseren Kindergarten geht.

Sicherlich haben wir auch hier noch unsere Anfangsschwierigkeiten. Er muss komplett neu eingewöhnt werden und ich sitze jeden Tag dabei. Er bewegt sich aber ganz anders, ist froh und glücklich und vor allem sagt er nicht, dass er nicht in den Kindergarten möchte. Ich sehe einfach, dass es ihm gut geht und das macht mein Mama-Herz glücklich. So und jetzt würde mich eure Meinung interessieren:. Sie wollte wissen, wie es so mit Kind in den USA ist. Ich sage euch dann noch mal bescheid, wann der Artikel online ist.

Ich stelle also fest: Mit Kinderaugen betrachtet, war der Kindergarten in Meaka nichts für mich. Ich habe mich da einfach nicht wohl gefühlt und bin froh, dass ich jetzt wieder in meinem Kindergarten bin.

Wirklich sehr zu empfehlen. Hört es euch mal an! Oder wurdest du einfach ignoriert, weil sie im Vorhinein schon schlechte Erfahrungen mit Kindern aus dem Ausland, die nur für kurze Zeit "stationiert" werden, gemacht haben?

Nein ich glaube nicht, dass wir bewusst ignoriert wurden. Vielleicht waren sie im Stress. Aber das kann mir eigentlich egal sein. Damals ist mir das alles nicht so bewusst gewesen. Erst jetzt beim Schreiben des Artikels ist mir noch mal deutlich geworden wie schrecklich das leider alles ablief. Hallo Dajana, ich verfolge deinen Blog nun schon eine Weile und mag ihn total gerne!

Die Lehrer sind immer sehr distanziert und ich finde es auch schade, dass die Kinder nicht öfter und freier spielen können. Vor zwei Wochen hat der Kleine dann sogar das erste Mal Hausaufgaben mitgebracht, er sollte das A nachmalen und selber schreiben üben.

Hallöchen, ich freue mich, dass du meinen Blog schon länger liest und heute einen Kommentar da lässt. Danke auch für deine Erfahrungen. Das mit dem vielen lernen finde ich auch völlig übertrieben. Kinder lernen ja auch so jeden Tag. Dafür müssen sie mit drei Jahren nicht das "A" schreiben üben. Hört sich für mich total schrecklich an.