warum erhält man bei der erdöldestillation fraktionen und keine reinstoffe?

 


PCK geht davon aus, dass die erhöhte Fackelbelastung bis zum Donnerstag andauern wird. Neue Variablen der globalen Erdölversorgung.

Optionale Auslegungen


Aristoteles beschrieb unter anderem im 4. Jahrhundert vor Christus, wie Meerwasser durch Destillation trinkbar gemacht werden kann. Er beschrieb weiter, dass Weine und andere Flüssigkeiten demselben Verfahren unterzogen werden können. Etwa vor Christus erklärte Alexander von Aphrodisias das Verfahren, destilliertes Wasser herzustellen. Hier beschreibt er die Destillation des naft , des rohen Erdöls , und erläutert hierbei eine einfache Art des Crack-Verfahrens zum Zwecke der Gewinnung niedrig siedender Produkte wie Bitumen und des sogenannten Ziegelöles oleum laterinum.

Mit der Erfindung des Destillierhelms wurde auch die Destillation von Alkohol möglich. Als um die erste Jahrtausendwende n. In und von Salerno ausgehend wurden im Jahrhundert verfeinerte Kühlverfahren bei der Trennung von flüssigen Gemischen nach ihren verschiedenen Siedepunkten angewendet. Jahrhundert ein wichtiges Werkzeug in der Alchemie insbesondere zur Herstellung einer nicht nur philosophisch zu verstehenden quinta essentia und später in der Spagyrik.

Die zur Destillation gehörigen Gerätschaften waren bereits im Jahrhundert auch in bürgerlichen Haushalten verfügbar. Die Destillation von Ethanol unterliegt in vielen Staaten Beschränkungen, Kontrollen und speziellen Steuern; für Deutschland siehe hierzu: Diese werden jedoch dadurch nicht oder nur unvollkommen getrennt. Die Trennung von Gemischen verschiedener verdampfbarer und ineinander löslicher Stoffe kann oft durch wiederholte Destillation bewerkstelligt werden.

In diesen Fällen beruht die Trennwirkung auf der unterschiedlichen Zusammensetzung der siedenden Flüssigkeit und des Dampfes. Eine notwendige, jedoch nicht ausreichende Bedingung hierfür sind unterschiedliche Siedepunkte der zu trennenden Komponenten. Die dafür entwickelten Techniken werden weiter unten aufgeführt. Diese Verfahren beruhen auf den unterschiedlich hohen Siedepunkten der beteiligten Flüssigkeiten, genauer gesagt auf ihrem unterschiedlichen Dampfdruck bei gleicher Temperatur.

Wird wie in der Abbildung rechts eine Mischung aus den Komponenten 1 und 2 erhitzt, so steigt die Temperatur bis zum Erreichen der Siedekurve an. Die Zusammensetzung der Gasphase über der siedenden Flüssigkeit ist diejenige, welche die Taupunktkurve bei der gleichen Temperatur anzeigt waagerechte Linie. Durch Kondensation erhält man eine Flüssigkeit, deren Zusammensetzung der der Gasphase entspricht, also einen erhöhten Anteil der niedriger siedenden Komponente 2 enthält senkrechte Linie.

Tatsächlich ist der Gehalt durch unvollständige Gleichgewichtseinstellung geringer. Destillationssumpf mit der Zeit an der niedrigsiedenden Komponente, wodurch die waagerechte Linie nach oben verschoben wird. Bei der einfachen Destillation wird der Sumpf mithilfe einer geeigneten Wärmequelle z.

Heizhaube oder Heizbad auf die gewünschte Temperatur erhitzt, bei der die Zielkomponente zu sieden beginnt. Ist diese erreicht, steigt der Stoff gasförmig auf und kondensiert wieder im Kühler. Im Labor wird meist ein Liebigkühler verwendet. Auf dem Thermometer kann man die Kopftemperatur des verdampften Stoffes ablesen und anhand diese Wertes sicherstellen, dass man die gewünschte Komponente aus dem Gemisch entfernt bzw.

Am Ende der Apparatur befindet sich der Auffangkolben. Ein Beispiel für die Anwendung der einfachen Destillation ist die Abtrennung gelöster Verunreinigungen Salze oder anderer Feststoffe aus einer Flüssigkeit. Durch Filtration lassen diese sich nicht entfernen. Durch mehrfache erneute Destillation des Kondensates gelangt man im Siedediagramm auf einer Zickzacklinie immer näher an die Reinsubstanz 1 heran. In der Praxis erreicht man durch den Einbau einer Kolonne zwischen Destillationsblase und Destillenkopf schon durch einmalige Destillation eine deutlich erhöhte Trennleistung.

Falls die zu trennenden Stoffe ein Azeotrop bilden, so treffen sich Siede- und Taupunktkurve nicht erst bei den Reinsubstanzen. Ebenso werden Produkte, die bei der Rektifikation eines Vielstoffgemischs aus einem mittleren Abzug gewonnen werden, als Mitteldestillate bezeichnet. Bei der Destillation von Erdöl werden verschiedene Rohstoffe gewonnen. Sobald die Öldämpfe nach oben steigen, kühlen sie ab und kondensieren. Je nach der Siedetemperatur geschieht das auf unterschiedlichen Böden des Turmes.

Die Mitteldestillate werden durch Seitenabzüge aus der Destillationskolonne abgezogen. Leichtes Heizöl und Dieselöl werden nur wenige Böden unterhalb des ersten Abzugs für Kerosin abgezogen. In Seitentrennsäulen kann eine weitere Auftrennung der Komponenten erfolgen. Der komplette Aufbau ist unter dem Eintrag Erdölraffinerie beschrieben. So erhält man von unten nach oben in den einzelnen Stockwerken der Türme einen schweren Rückstand , die Mitteldestillate Gasöle , Benzine und Gase.

Die einzelnen Fraktionen entsprechen noch nicht den Anforderungen, die der Markt an die Produkte stellt. Sie müssen daher noch weiter veredelt werden. Dies geschieht mit Hilfe von Umwandlungsverfahren, bei denen die Destillationsprodukte unter hohem Druck, bei hohen Temperaturen, unter Verwendung von Wasser- stoff und in Gegenwart von Katalysatoren physikalisch und chemisch verändert werden. In Reformieranlagen werden z. Benzine zu hochoktanigen s. Zu den wichtigsten modernen Raffinationsanlagen gehört der Hydrofiner s.

Hydrotreating , in dem die Produkte durch Wasserstoffzugabe von unerwünschten Bestandteilen s. Das ursprünglich thermische, seit den 50er Jahren nur noch katalytische Reformieren s.

Raffinerieverfahren , Katalysator der aus der Rohöldestillation erhaltenen Benzinfraktion führt zu den von heutigen Kraftfahrzeugmotoren geforderten hochoktanigen Komponenten der Ottokraftstoffe. Dabei entstehen aus geradkettigen Kohlenwasserstoffen ohne Doppelbindung s. Paraffine ringförmige ungesättigte s. Aromaten mit hoher Oktanzahl und Wasserstoff.