„Vermögen ganzheitlich betrachten“ – Interview mit Dr. Gerd Kommer

 

Ausgangssituation. Die Auswirkungen der israelischen Besatzung sind die Grundursache vieler psychosozialer Probleme von Kindern und Jugendlichen in den Palästinensischen Gebieten.

Mit diesem Wert liegt Leipzig deutlich über dem Durchschnitt aller untersuchten Städte von 14,8 Prozent - und landet auf dem vorletzten Platz. Mimi Wyss im Kreise der Mitglieder an einem der unzähligen Anlässe. Hinzu kommt, dass in der Wissensgesellschaft traditionell männliche Eigenschaften wie körperliche Arbeitskraft, Aggressivität und Risikobereitschaft weniger gefragt sind als eher weibliche Eigenschaften wie Kommunikationsfähigkeit, Sozialkompetenz, Informations- und Zeitmanagement.

Die Geschichte Altrips von 369 bis heute

Ausgangssituation. Die Auswirkungen der israelischen Besatzung sind die Grundursache vieler psychosozialer Probleme von Kindern und Jugendlichen in den Palästinensischen Gebieten.

Synthetisch replizierende ETFs mit Ertragsthesaurierung werden ihren physisch replizierenden Pendants gleichgestellt. Der korrekte Hauptgrund für seine Aussage ist m. Das mag psychologisch helfen. Aber man verursacht durch die dadurch entgangene höhere Portfoliorendite unnötige Opportunitätskosten, die von der Gesamtrendite abgehen. Ich finde das Interview und seine Absicht, alles, was nicht ganz trivial und selbstverständlich ist, auch zu belegen, gut. Allerdings irritieren mich dann die m.

Das erhöht unnötig die Transaktionskosten! Bei aller positiver Rückmeldung an dieser Stelle aber auch etwas Negatives: Deine Website ist für dich ja inzwischen ein Nebenerwerb geworden. Von einem Podcast, der Werbung enthält, erwarte ich bessere Audiqualität als eine rauschende Skypeverbindung. Es ist diesmal so störend, dass ich den Podcast nicht zu Ende gehört habe.

Am Ende der Folge habe ich noch etwas zur Audioqualität gesagt. Leider war der Computer von Gerd Kommer kaputt und zu allem Überfluss hatte Skype nicht richtig funktioniert.

Wir sind deswegen auf ein anderes Tool umgestiegen, was leider insgesamt fast 30 Minuten gedauert hat. So war die Qualität den Umständen entsprechend noch hörbar — auch wenn viel Nachbearbeitung hinterher nötig war. Die Alternative wäre eine Absage des Interviews gewesen, was für mich nicht infrage kam. Ich habe leider keinen Einfluss auf das Equipment meiner Gäste. Nicht jeder kauft sich für ein Podcast-Interview ein eigenes Mikro. An meinem Equipment liegt es nicht.

Kritisieren fällt immer leicht, wenn man die Hintergründe nicht kennt. Mir ist auch völlig bewusst, dass der Sound dieser Episode nicht das Gelbe vom Ei ist, aber ich habe versucht das Beste daraus zu machen und es auch am Ende der Folge angemerkt. Sein Tool hat bei mir leider nicht zu den gewünschten Ergebnissen geführt.

Mein Avatar schaut auch deutlich grimmiger aus, als mein Kommentar wirken sollte. Aber toll, dass du offenbar die Kommunikation mit Holgi gesucht hast!

Und herzlichen Dank für den offenen Umgang mit meiner Kritik. Schade, dass bei Herrn Kommer die Technik gestreikt hat — ich höre den Podcast morgen dann weiter.

Übrigens habe ich etliche deiner Podcasts und die gemeinsamen mit Albert mehrfach gehört. So ganz falsch kannst du es also auch nicht machen. Deshalb gibt es diese zischenden Laute. Wenn mir so etwas in einem regulären Interview passiert, muss ich es gleich nochmal machen.

Deshalb sind für mich Skype und Zencastr die erste Wahl — weil ich da genau höre, was er aufnimmt. Das ist zwar immer verbindungsabhängig, aber sicherer. Wow… so einen Star vors Mikro zu bekommen ist nicht selbstverständlich. Als Endfünziger kann ich nur sagen, dass eine eigene Wohnimmobilien von guter Qualität in attraktiver Lage eines der erstrebenswertesten Dinge des Lebens sind. Gerade den jüngeren zu suggerieren, mieten wäre unter dem Gesichtspunkt der Rendite eher nachteilig, halte ich für völlig falsch.

Alle reden von der Rentenlücke und die Gefahr im Alter jeden Cent rundrehen zu müssen, da halte ich es für unabdingbar ein bezahltes Dach über dem Kopf zu haben. Und wird dann man vor dem Erreichen der Altersrente krank oder arbeitslos, sieht es ganz schön duster aus. Deshalb ist mietfreies Wohnen die beste Vorsorge. Andere Geldanlagen sollten bis dahin zurückgestellt werden. Vielleicht war der Beitrag aber auch an andere Einkommensschichten gerichtet, die die saftigen Mieten in München aus der Portokasse bezahlen können.

Herr Kommer hat ein eigenes Buch zum Thema geschrieben und untersucht was langfristig billiger kommt. Wobei auch er nicht leugnet, dass man auch einfach aus Lifestyle-Gründen ein Haus kaufen kann. Genauso wie man sich eben ein Motorrad kauft oder in den Urlaub fährt — beides dient ja nicht dazu das Vermögen zu steigern, sondern die Lebensqualität. Nun, wenn man das Kapital, das man in sein Eigenheim steckt stattdessen in Aktien investiert, dann bessern die Gewinne von dort ja auch das Einkommen auf.

Dazu kommt ja dass auch das Eigenheim nicht kostenlos ist Instandhaltung, Grundsteuer, Bankzinsen, usw. Mal ganz naiv gerechnet: Ein Aktiendepot mit Eine Eigentumswohnung für Ganz so simpel ist es natürlich nicht, sonst bräuchte man auch keine ganzen Bücher um die Frage zu klären. Aber das gilt in beide Richtungen. Na ja, ich muss schon sagen, dass die Beispielrechnung wirklich ziemlich naiv ist.

Man stelle sich mal vor, dass man aus welchen Gründen auch immer nicht mehr in der Lage ist, seinem Beruf nachzukommen. Krankheit, Arbeitslosigkeit, das soll vorkommen und nicht gerade selten. Ist man dann dann auf finanzielle Unterstützung angewiesen, ist das schöne Depot so ziemlich das erste, was dran glauben muss.

Eine eigene Wohnung oder Haus ist in diesen Fällen geschützt. Auch das Argument der Kosten für Instandhaltung, Grundsteuer, einfach gesagt Nebenkosten hat ja wohl auch jeder Mieter zu tragen.

Nicht umsonst nennt man die Nebenkosten auch die 2. Reparaturen oder einfach Gartenpflege kann der Mieter i.

Wenn natürlich alles glatt läuft, hätte der Experte mit seiner Rechnung wohl recht, aber wer weiss das schon, die Realität sieht oft anders aus. Wir sind jedenfalls froh, ein bezahltes Dach über dem Kopf zu haben und erfreuen uns trotzdem an dem wachsenden Depot. Und noch eins zum Schluss: Wenn dann die neue Autobahn, der neue Flughafen in der Nähe gebaut wird, die Arbeitslosenquote steigt z.

Selbst in den aktuellen Boomzeiten gibt es genug Menschen, die für ihre Immobilie Einfamilienhäuschen auf dem Land keinen Käufer mehr finden. Zudem ändern sich die Lebensumstände schnell mal. Dann jedesmal die Litanei: Abgesehen von dem Risiko durch Krankheit, Arbeitslosigkeit etc. Wenn also mieten in München teuer ist, dann kaufen erst recht. Es sei denn, man reist in der Zeitmaschine zehn Jahre zurück und kauft dort.

Natürlich war meine Beispielrechnung extrem vereinfacht, das war dein Argument im Ausgangspost aber auch. Meine Rechnung diente dazu zu zeigen dass die Wahrheit eben gerade komplizierter ist.

Nicht umsonst hat Herr Kommer ein ganzes Buch dazu geschrieben und nicht etwa seinen Newsletter dazu benutzt. Das ist auch der Grund weshalb ich nicht sämtliche Argumente hier durchkauen werde. Wobei ich es immer interessant finde wie angegriffen sich bei der Diskussion alle fühlen — scheint generell ein emotionales Thema zu sein…. Immobilien sind ein sehr emotionales Thema. Da kommt man mit Contra-Argumenten gar nicht an. Aber Gerd Kommer hat völlig recht: Als Lifestyle-Entscheidung ist es richtig, eine Immobilie zu kaufen, aber nicht aus Renditesicht.

Für Vermieter ergibt sich ein anderes Bild, aber auch das ist nicht für jeden geeignet. Und nicht jeder hat da Lust drauf. Aus Renditesicht kann das aber durchaus gewinnbringend sein. Danke für das schöne Interview. Ich könnte Herrn Kommer stundenlang zuhören! Die Entschuldigung für die schlechte Rhetorik ist wohl eher Koketterie, oder? Was ich nicht ganz nachvollziehen kann ist die Ablehnung des Cost-Average-Effekt.

Ich kann noch nachvollziehen, dass ein Fallen des Preises mit einem Kursverlust einhergeht und damit die Rendite negativ beeinträchtigt wird.

Wenn ich aber stets davon ausgehe, dass die Kurse wieder steigen und ich zusätzliche Anteile zum niedrigeren Preis erworben habe, stellt sich meines Erachtens dadurch ein gewisser Durchschnittspreis ein. Oder bin ich da auf dem komplett falschen Dampfer? Es gibt Fälle, da ist Cost Average positiv und es gibt Fälle, in denen ist es negativ. Und die negativen Fälle sind wahrscheinlicher als die positiven. Man kann es sich vielleicht so vorstellen: Es ist möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich.

Über lange Zeiträume fährt man also mit dem Einmalinvestment besser vorausgesetzt man hat das Geld rumliegen. Danke nochmal für die Erläuterung. Ganz getreu dem Motto: Die Kernaussage des Artikels ist: Jetzt verstehe ich die ganze Sache. Für mich ist und bleibt der CAE trotzdem eine schöne Motivation während einer Baisse die Nerven zu behalten und im Markt investiert zu bleiben.

Und das ist doch das wichtige für einen kleinen Privatanleger bei langfristigen Investments. Ich habe eine Frage zu der folgenden Aussgae Kommers zu einem vereinfachten Weltportfolio: Würde es denn z. Welche Überschneidungen soll es denn dort geben?

Aber das ist ja völlig egal. Es käme somit zu einer Zurückentwicklung zu wenig technisierten lokalen Kulturen. Aufgrund der guten Konjunktur wird die Zahl der Erwerbstätigen von 42,3 Millionen im Jahr auf 45,3 Millionen im Jahr zunehmen. Seit den er Jahren sind aber die Geburtenzahlen von mehr als 1,1 Millionen auf rund So rücken immer weniger junge Menschen auf dem Arbeitsmarkt nach - bis wird es knapp 7 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter weniger geben als heute.

Für den Wirtschaftsstandort Deutschland sähe es düster aus, wenn dann wie heute zwei Fünftel der Schüler mit Migrationshintergrund als "Risikoschüler" eingestuft würden.

Diese wären für die meisten Arbeitsplätze nicht qualifiziert. Bis werde der ungedeckte Bedarf auf 3,3 Millionen anwachsen. Die Prognos AG empfiehlt deshalb den Unternehmen, ihre älteren Mitarbeiter gezielt fortzubilden und flexibler einzusetzen. Laut Bundesagentur für Arbeit könnte dem Arbeitskräftemangel teilweise dadurch begegnet werden, dass Erwerbsbeteiligung und Arbeitszeitvolumen von Frauen erhöht werden, die Lebensarbeitszeit verlängert und die Arbeitsmarktteilhabe hier lebender Menschen mit Migrationshintergrund verbessert wird.

Allerdings könnte der Fachkräftemangel durch die Digitalisierung verringert werden. Beispielsweise wird es immer mehr Fabriken geben, die weitgehend vollautomatisch funktionieren.

Aber auch bei Transportunternehmen, Versicherern, Finanzdienstleistern, Banken, Rechtsanwaltskanzleien, Kliniken und vielen anderen Branchen lassen sich Abläufe und Entscheidungsprozesse digitalisieren und automatisieren. In der sich anbahnenden Wissensgesellschaft werden die Arbeitgeber vor allem höher qualifizierte Arbeitnehmer benötigen. So wird es laut dem Accenture-Deutschlandchef Stephan Scholtissek bald zu einem "Kampf" um qualifizierte Mitarbeiter kommen.

Deshalb wird vermutlich die Zuwanderung für Ausländer erleichtert werden. Allerdings sind höher qualifizierte Personen vor allem in Schwellenländern zu finden - beispielsweise erhalten jedes Jahr 7,5 Millionen Inder und Chinesen einen Universitätsabschluss.

Diese finden aber auch in ihrer Heimat immer mehr attraktive Jobangebote vor, wollen also zumeist nicht in Deutschland erwerbstätig werden. Viele der in den letzten Jahrzehnten zugewanderten Migranten und deren Kinder weisen hingegen nicht die nötigen Qualifikationen auf: Wer in der Wissensgesellschaft den Anschluss verpasst hat, wird nur noch geringe berufliche Chancen haben.

Viele von ihnen erhalten keinen Ausbildungsplatz. Aber auch die 7,5 Millionen Deutschen, die nur mit Mühe lesen und schreiben können sog. Als Folge der Bevölkerungsentwicklung in Deutschland werden die Belegschaften immer älter werden. So wird die Zahl der Erwerbsfähigen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren bis voraussichtlich um rund 2,5 Millionen auf nur noch 7,5 Millionen zurückgehen.

Ihnen werden voraussichtlich ca. Das Durchschnittsalter der Arbeitnehmer wird von derzeit 42 auf 48 Jahre im Jahr steigen. Die mittleren Jahrgänge werden dann weniger Aufstiegschancen vorfinden, da höhere Positionen immer länger von älteren Arbeitnehmern blockiert sein dürften. Da fast jeder dritte Deutsche über 65 Jahre alt sein wird, empfiehlt die Arbeitsgruppe "Altern in Deutschland", der 23 Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen angehören, dass Berufsarbeit bis ins fortgeschrittene Alter hinein die Regel sein sollte.

In Zukunft müssten auch über Jährige Geld verdienen - und sei es auch nur, um ihren Lebensstandard zu halten. Eine Frühverrentung wird aufgrund der hohen Abschlagszahlungen sowieso immer unattraktiver. Allerdings sollte die Lohnpolitik so geändert werden, dass Arbeitnehmer nicht mehr automatisch mit jedem Berufsjahr mehr verdienen, denn schon jetzt sind ältere Arbeitnehmer vielen Unternehmen zu teuer. Die Alterung des Erwerbspersonenpotenzials wird die Arbeitgeber zu einer Änderung ihrer bisher stark jugendzentrierten Personalpolitik zwingen und sie viel seltener von der Möglichkeit der in Deutschland - im Gegensatz z.

Da diese häufiger unter Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems, unter Herz-Kreislauf- und psychischen Erkrankungen leiden, wird das betriebliche Gesundheitsmanagement immer wichtiger werden. Opaschowski glauben, dass Arbeitgeber von der doppelten Erfahrung hoch qualifizierter älterer Mitarbeiter - ihrer Lebens- und Berufserfahrung - profitieren werden.

Auch sollten sie deren "kristalline Intelligenz" besser nutzen: Zudem könnten ältere Arbeitnehmer leichter die Wünsche von Senioren erkennen und sie besser beraten. Wenn ältere Mitarbeiter zusammen mit jungen Kollegen Produktions- Teams bilden, könnte dies durchaus zu einem neuen Erfolgsrezept für die deutsche Wirtschaft werden, da jede Seite von den Stärken der anderen profitieren würde. Beispielsweise haben sich ältere Manager vor allem durch Kurse und das Lesen von Fachtexten weitergebildet und kommunizieren eher verbal, während jüngere Menschen zunehmend das informelle und handlungsorientierte Lernen bevorzugen sowie das Internet und ihr dortiges Netzwerk von Kontakten nutzen.

Auch kommunizieren sie mehr mit Hilfe visueller Informationen. Der Erfahrungsaustausch und die Weiterbildung am Arbeitsplatz müssen deshalb in Zukunft aus einer Mischung von Veranstaltungen, Trainings, direkter Anleitung, Simulationen, Spielen, Konferenzen, Blogs und schriftlichen Informationen bestehen. In den kommenden Jahren wird die Arbeitswelt zunehmend "feminisiert" werden: Spätestens im Jahr werden mehr Frauen als Männer erwerbstätig sein.

So schrumpft die Zahl der Hausfrauen immer mehr - aber auch die Zeitdauer von geburtenbedingten Berufsunterbrechungen, da Kleinkinder früher und länger in Tagesbetreuung gegeben werden und Grund- Schulen immer häufiger ganztägig sind oder eine Nachmittagsbetreuung anbieten.

Zudem müssen mehr Frauen arbeiten, weil sie alleinstehend sind, weil ein Einkommen allein nicht ausreicht, weil sie bei generell sinkenden Rentenansprüchen eine eigene Altersversorgung aufbauen wollen oder weil sie als Geschiedene bzw.

Alleinerziehende nicht mehr wie früher Unterhalt für sich selbst erhalten. Und immer mehr Frauen wollen arbeiten, weil sie eine gute Berufsausbildung erworben oder ein Studium abgeschlossen haben, weil sie durch ein eigenes Einkommen unabhängig bleiben möchten oder weil sie Selbstverwirklichung und Anerkennung im Beruf suchen.

Da junge Frauen inzwischen im Durchschnitt bessere Schul-, Berufs- und Hochschulabschlüsse erwerben als Männer, da sie häufig keine Kinder bekommen derzeit bleibt ein Fünftel aller Frauen kinderlos und da die Familiengründung seltener als früher ein Karrierehindernis ist wegen einer nur kurzen Elternzeit und der Ganztagsbetreuung von Kindern , werden sie zunehmend in Führungspositionen hinein rücken. Damit werde die Wirtschaft laut dem Zukunftsforscher Horst W.

Opaschowski bis vom "patriarchalischen System" Abschied nehmen. Dann würde ein anderer Führungsstil an Bedeutung gewinnen: Frauen würden pragmatischer denken und effizienter arbeiten, Sitzungen straffer leiten, volatile Investitionen meiden, langfristig planen und besser mit Geld umgehen. Gleichzeitig werden die Karrierechancen für Männer aufgrund der hohen Qualifikation vieler Frauen geringer werden. Hinzu kommt, dass in der Wissensgesellschaft traditionell männliche Eigenschaften wie körperliche Arbeitskraft, Aggressivität und Risikobereitschaft weniger gefragt sind als eher weibliche Eigenschaften wie Kommunikationsfähigkeit, Sozialkompetenz, Informations- und Zeitmanagement.

In Fabriken werden in den kommenden Jahren immer mehr Arbeitsgänge von Robotern übernommen werden. So werden weniger Menschen als Arbeiter tätig sein. Der Dienstleistungssektor wird hingegen an Bedeutung gewinnen, wobei aber auch hier einfache Tätigkeiten zunehmend automatisiert werden. Jedoch werden in den nächsten 10 bis 20 Jahren Computer keine Aufgaben übernehmen können, die höhere menschliche Fähigkeiten voraussetzen - wie kreatives Denken, Symbolverständnis, Hypothesenbildung, Fantasie, kommunikative Kompetenzen, Empathie, Menschenkenntnis, Führungsfähigkeiten, Verantwortungsbewusstsein usw.

Aber schon bis könnten laut dem McKinsey Global Institute ein knappes Viertel und bis die Hälfte aller Arbeitsstunden durch Automatisierung wegfallen. Zwischen 3 und 12 Millionen Beschäftigte müssten auf neue Stellen wechseln - sofern sie über entsprechende Kompetenzen verfügen bzw.

Schon heute liegt das Lebenseinkommen eines Universitätsabsolventen laut einer ifo-Studie um Allerdings müssen hoch qualifizierte Personen auch eine hohe Arbeitsleistung erbringen und stehen zunehmend unter einem enormen Leistungsdruck. Sie werden häufiger als Selbständige tätig sein, zum Teil mit erfolgsabhängiger Entlohnung. Ferner wird es immer mehr "Schein-Selbständige" geben, die nur für eine Firma arbeiten und entsprechend der erledigten Aufträge bezahlt werden.

Auch die Zahl der Selbständigen, die sich als Crowdworker um kleine Aufträge auf Online-Plattformen bewerben, wird zunehmen. Darunter fallen aber auch die Solo-Selbständigen, deren Anzahl von 1,7 auf 2 Millionen zunahm.

Ihr Einkommen ist oft relativ niedrig: Selbständige ohne Beschäftigte verdienten im Jahr im Mittel nur 1. Niedriger qualifizierte Stellen werden seltener werden, insbesondere wenn die damit verbundenen Aufgaben von Robotern oder anderen Maschinen übernommen werden können. Laut einer Anfang veröffentlichten Umfrage des IT-Verbands Bitkom unter deutschen Unternehmen könnten bereits in den kommenden fünf Jahren etwa 3,4 Millionen Arbeitsplätze aufgrund von Digitalisierung und Automatisierung wegfallen.

Die Gruppe der Festangestellten - mit Kündigungsschutz, Tarifgehalt und Extraleistungen wie Betriebsrente - wird kleiner werden. Immer mehr Arbeitnehmer werden Teilzeitjobs oder befristete Stellen annehmen müssen, zeitweise freiberuflich tätig sein bzw. Unsichere, kurzzeitige oder geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, eine Abfolge mehrmonatiger Praktika, Werk- und Zeitarbeitsverträge, Leiharbeit und Zweitjobs werden häufiger werden und zu einer unsicheren Einkommenssituation führen.

Dies wird keinesfalls nur für gering qualifizierte Arbeitnehmer gelten, sondern auch für viele Akademiker mit einem "falschen" Hochschulabschluss. Nachstehende Tabelle zeigt, dass diese Entwicklungen schon seit Jahren den Arbeitsmarkt prägen - derzeit ist ein Fünftel aller Erwerbstätigen atypisch beschäftigt.

In den letzten Jahren waren vor allem jüngere Menschen von atypischen Beschäftigungsverhältnissen betroffen - Frauen etwas häufiger als Männer. Oft wurden sie eingegangen, als Auszubildende nicht von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen wurden. Die unsichere berufliche Situation und das geringe Einkommen erschweren die Lebens- und Familienplanung und sind oft mit einem gewissen Zukunftspessimismus verbunden.

Bei zunehmendem Wirtschaftswachstum und abnehmender Zahl junger Menschen dürften aber atypische Beschäftigungsverhältnisse in den kommenden Jahren seltener werden. Menschen, die wenig verdient haben und häufiger arbeitslos waren, werden im Alter nur geringe Rentenansprüche haben.

Viele Schein- Selbständige - insbesondere solche mit einem Einkommen unter 1. Nach einer Umfrage des Bundesverbandes der Selbständigen legt jeder Zehnte keinen einzigen Cent zurück, ein weiteres Fünftel weniger als 1. Als Folge drohen im Alter Armut bzw. Abhängigkeit von der Sozialhilfe.

Trotz Bevölkerungsrückgang und Fachkräftemangel wird es auch in absehbarer Zeit eine hohe Arbeitslosenquote geben. Un- und angelernte Arbeitnehmer sowie solche ohne verwertbare Qualifikationen werden es noch schwerer als heute haben, eine Beschäftigung zu finden. Da der Staat aufgrund der hohen Ausgaben für Senioren und Kranke voraussichtlich nur noch sehr begrenzte Leistungen für Langzeitarbeitslose erbringen kann, wird deren Lebensstandard niedrig sein.

Manche wenig qualifizierte Menschen werden aber in Selbsthilfenetzwerken ein Auskommen oder in der Schattenwirtschaft einen Zusatzverdienst finden - allerdings auf niedrigem Niveau. Die "klassische" Biographie mit den Phasen Ausbildung, Vollzeitbeschäftigung am selben Ort und Ruhestand wird man in Zukunft immer weniger finden.

Viele Arbeitnehmer werden ein- oder mehrmals ihren Beruf wechseln; zwischen den Arbeitsstellen werden also häufig Ausbildungszeiten bis hin zu einem neuen Studium liegen.

Die Loyalität gegenüber dem einzelnen Arbeitgeber wird abnehmen, weil Beschäftigungsverhältnisse zunehmend als zeitlich begrenzt wahrgenommen werden.

Arbeitnehmer werden auch häufig den Wohnort wechseln - entweder weil sie eine andere Stelle antreten oder weil sie vom Arbeitgeber versetzt wurden. Diese Mobilität wird zu mehr Vereinzelung und zu mehr Wochenend-Ehen führen. Bei multinationalen Unternehmen wird der neue Arbeitsplatz oft im Ausland liegen, sodass Ehepartner und Kinder entweder im Heimatland bleiben oder ebenfalls umziehen müssen - mit all den damit verbundenen Problemen z.

So werden mehr Beschäftigte im Schichtdienst, an Abenden, in der Nacht und an Wochenenden tätig sein müssen. Insbesondere "Wissens-" und "Kreativarbeiter" werden immer häufiger ihren Berufsalltag frei gestalten können und sogar nachts oder zu Hause arbeiten dürfen, wenn davon eine Produktivitätssteigerung erwartet wird. Viele Selbständige werden über die volle Orts- und Zeitsouveränität verfügen, da sie dank Smartphone und Internet überall und jederzeit erreichbar sind.

Aufgrund der beruflichen Anforderungen werden Manager und andere höher qualifizierte Arbeitnehmer häufiger Arbeit nach Hause mitbringen und am Abend oder am Wochenende erledigen. So wird der berufsbedingte Stress weiter zunehmen.

Jedoch könnte es in Zukunft auch mehr Erwerbstätige geben, denen ihre Freizeit oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf so wichtig sind, dass sie auf den beruflichen Aufstieg verzichten. Deshalb berichten schon jetzt einige Unternehmen von Schwierigkeiten, wenn sie Führungspositionen mit Personen aus dem eigenen Hause besetzen wollen.

Je knapper das Fachkräfte-Angebot wird, umso schwieriger wird es auch, Mitarbeiter zu halten, die mit ihrer hohen Arbeitsbelastung unzufrieden sind, sich zu stark gestresst fühlen, Probleme mit ihren Vorgesetzten haben oder ihres Erachtens zu wenig Wertschätzung erfahren.

In den nächsten 40 Jahren werden die meisten Menschen in Büros und Geschäften tätig sein. Aber auch die Telearbeit dürfte eine wachsende Rolle spielen: Die ständige Produktivitätssteigerung bewirkt, dass immer weniger Mitarbeiter immer mehr leisten müssen. Da Innovationszyklen einander immer schneller folgen, wird die Beschleunigung der Arbeit weiter zunehmen. Kenntnisse und Fertigkeiten werden immer rascher veralten: Ohne lebenslanges Lernen geht nichts mehr.

Die Arbeitnehmer müssen sich stärker spezialisieren, da sie nur noch in ganz kleinen Bereichen auf dem Laufenden sein können. Sie werden sich immer intensiver mit Informationen befassen, um auf diese Weise einen Wissensvorsprung vor der Konkurrenz zu erlangen. Aufgrund der zunehmenden Informationsüberflutung werden sie auch mehr Zeit für das Wissensmanagement benötigen.

Die meisten Beschäftigten stehen der Digitalisierung der Arbeitswelt positiv gegenüber. Bedingt durch die hohe Spezialisierung werden sich die meisten Tätigkeiten nur noch in Kooperation mit anderen erledigen lassen. So müssen Unternehmer und Manager effektive Teams aufbauen, ihnen viel Verantwortung übertragen und ihren Mitgliedern Respekt und Wertschätzung erweisen, um deren Leistungsmotivation zu erhalten.

Schon jetzt erfolgt die Mitarbeiterführung weitgehend durch die Vorgabe von Zielen; in Zukunft muss auch vermehrt darauf geachtet werden, dass die jeweilige Tätigkeit als sinnvoll erlebt wird, da qualitativ hochwertige Arbeitsleistungen nur intrinsisch motiviert erbracht werden. Der Arbeitsplatz wird zum Ort des Gesprächsaustausches und der gegenseitigen Anregung werden - viele hervorragende Ideen entstehen in Besprechungen mit Kollegen.

Die Menschen werden vermehrt in zeitlich begrenzten Projekten arbeiten, wobei sich mit jedem Projekt auch die Zusammensetzung des Teams ändern kann. Deren Mitglieder werden immer seltener denselben Arbeitgeber haben - im jeweiligen Projekt werden Mitarbeiter von mehreren Unternehmen bzw.

Zulieferern mit Kunden und Wissenschaftlern aus Forschungseinrichtungen zusammenarbeiten. Nur so können noch auf effiziente Weise neue Waren und Dienstleistungen entwickelt werden - die Produktlebenszyklen werden sich weiter verkürzen, die Entwicklung neuer Produkte wird mehr Spezialkenntnisse aus verschiedenen Technologie- bzw. Wissensfeldern verlangen, deren Vermarktung wird immer sorgfältiger geplant werden müssen.

Zudem werden in der Projektwirtschaft die Kosten und Risiken von mehreren Unternehmen bzw. Die Projektarbeit wird den Arbeitnehmern zum einen mehr Flexibilität und geistige Wendigkeit abverlangen: Sie werden immer wieder an anderen Orten und mit anderen Menschen zusammenarbeiten müssen.

Allerdings wird auch häufiger von Videokonferenzen Gebrauch gemacht werden - schon jetzt werden spezielle Büros mit mehreren Bildschirmen und Kameras ausgestattet, können Powerpoint-Präsentationen oder Statistiken gleichzeitig an verschiedenen Orten betrachtet und diskutiert werden. Unternehmen werden damit zu Netzwerken, deren räumlich verstreute Mitglieder sich unabhängig von Ort und Zeit austauschen. Zum anderen wird von den Arbeitnehmern immer mehr Kreativität verlangt werden - aus "Made in Germany" muss "Created in Germany" werden, da die Produktion der Güter häufig in anderen Ländern erfolgen wird.

Bei einer so komplexen und schnelllebigen Wirtschaft werden Unternehmer und Manager nicht mehr über das Wissen und die Kompetenzen verfügen, um auch nur einen Nischenmarkt zu überblicken.

So müssen sie mit anderen Fachleuten - z. In Zukunft werden sie auch mehr mit freiberuflich tätigen Fachleuten zusammenarbeiten, die nur an einem bestimmten Projekt mitwirken oder mehrere Unternehmen beraten. Manager müssen zu perfekten "Netzwerkern" werden, die im Internet, auf Tagungen, durch persönliche Kontakte und auf sozialen Websites wie LinkedIn oder Xing erfolgreich nach neuen Mitarbeitern mit den gerade benötigten Qualifikationen und nach Kooperationspartnern suchen.

Aufgrund des schnellen Wandels und den damit verbundenen Planungs- Unsicherheiten werden Unternehmer und Manager mehr vorwärts gerichtet denken und langfristig investieren müssen. Dazu sind klare Ziele, eine gute Planung, Zusammenarbeit mit anderen bei der Umsetzung von Zielen sowie die Kommunikation erzielter Erfolge notwendig.

Neben Fachwissen und der analytischen, problemorientierten Reflexion werden synthetisches und integratives Denken, interpersonale und koordinierende Kompetenzen sowie Kreativität immer wichtiger. Ferner wird es mehr Kontakte zwischen Produzenten und Kunden geben, die weniger in Geschäften bzw. Die Kunden wollen auf diese Weise Geld sparen ander Unternehmen auch durch das direkte Verhandeln von Preisen und alle vom Produzenten angebotenen Optionen kennen lernen.

Beispielsweise hätten viele Führungskräfte und Beschäftigte Probleme mit der zunehmenden Vermischung von Berufsarbeit und Privatleben. So bedingen die ständige Erreichbarkeit durch Smartphone und Internet sowie die Möglichkeit, von zu Hause aus Dateien auf dem Server der Arbeitsstelle bearbeiten zu können, dass die Arbeitszeit immer mehr die Freizeit durchdringt - auch an den Wochenenden.

Ferner würden die Fälle von Workaholismus und psychischen Erkrankungen steigen. Auch müsse berücksichtigt werden, dass es neben den erfolgreichen "Selbstmanagern" - die aufgrund immer komplexerer Aufgaben mehr Entscheidungs- und Handlungsspielräume gewinnen, an ihren Aufgaben wachsen und psychosozial gesund bleiben - bei weitem mehr Arbeitnehmer gibt, die Schwierigkeiten mit ihrem Emotionsmanagement und dem Gefühl haben, von der Arbeit zerrieben zu werde. Nennenswerte Unterschiede zwischen den Geschlechtern oder Altersgruppen wurden nicht ermittelt.

Die meisten Befragten berichten von netten Arbeitskollegen, haben einen sicheren Arbeitsplatz, üben eine abwechslungsreiche Tätigkeit aus und haben ein gutes Verhältnis zu Vorgesetzten.

Mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen sieht positiv, wie die eigene Leistung anerkannt wird, dass sie eigene Ideen verwirklichen können, dass sie Weiterentwicklungsmöglichkeiten haben und dass ihre Arbeit erfüllend ist, einen Nutzen für die Allgemeinheit hat und mit Familie bzw.

Freizeit vereinbart werden kann. So scheint der Wandel der Arbeitswelt noch nicht zu einer geringeren Arbeitszufriedenheit geführt zu haben. Wirtschaftsentwicklung Bedingt durch den Übergang zur Wissensgesellschaft und den sich weiter beschleunigenden technischen Fortschritt wird die Wirtschaft immer mehr durch Forschung und Entwicklung, wissenschaftliche Erkenntnisse und neue Technologien geprägt.

Globalisierung Während manche Fachleute angesichts protektionistischer Bestrebungen einzelner Regierungen, wegen unterschiedlicher Ländergesetze und aufgrund der zu erwartenden Rohstoffkrise eine Verlangsamung, wenn nicht gar eine Verringerung der Globalisierung erwarten, halten viele Unternehmen eine Beschleunigung und Vertiefung der Globalisierung für wahrscheinlicher: