Solvency II

 


Please wait a few minutes and refresh this page. Für eine Simulation wird ein Zinsszenario angenommen, das von einer Verschiebung oder einer Drehung der Zinskurve gegenüber einem Basisszenario oder einer Veränderung der Spreads zwischen verschiedenen Zinssätzen ausgeht.

FINMA-RS 08/6: Zinsrisiken Banken


Die künftigen Leistungen umfassen sämtliche Leistungen, die durch die gezahlte Prämie finanziert werden, darunter auch die Verwaltungskosten. Die künftigen Prämien sind als Bruttoprämie inklusive sämtlicher Kostenbeiträge, Ratenzuschläge und Anteile von Rückversicherern zu verstehen.

Überschussverwendung in Form der Beitragsverrechnung wird nicht berücksichtigt. Der Zahlungsstrom der Gewinne kann mit dem nachfolgenden Faktor den zukünftigen Prämien zugeordnet werden:. Voraussetzung dafür ist, dass die Aufteilung der Leistungen über den Zeitverlauf gleich bleibt und sich keine Effekte aus der Verweildauer im Bestand ergeben. Die BaFin legt in dieser Auslegungsentscheidung vom 2. Inhaltlich unterscheiden sich die Vorgaben nicht wesentlich von den Ausführungen, die die BaFin bereits in der Vorbereitungsphase veröffentlicht hat vgl.

Die Berechnungsansätze werden zum Teil konkretisiert. Dezember gültigen Rechtslage berechnet wurden. Folgende Positionen zählen, soweit vorhanden, zur Solvabilität I-Rückstellung:.

In der Lebensversicherung sind noch nicht fällige Ansprüche aus Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an Versicherungsnehmer nicht mindernd zu berücksichtigen. Gegebenenfalls sind auch Limiten für einzelne Produkte, Portfolios und Geschäftsbereiche aufzustellen. Der Detaillierungsgrad des Limitensystems hängt dabei von der Geschäftsaktivität, den Formen der eingegangenen Zinsrisiken vgl. A und dem Geschäftsvolumen der Bank ab. Es handelt sich beispielsweise um die Begrenzung der maximalen Gaps pro Laufzeitband, der Schwankungen des Zinsertrages sowie des Barwertes des Eigenkapitals der Bank.

Sie sind aber insofern unzureichend, als sie die über die Laufzeitbänder aggregierte, gesamthafte Risikoexposition vernachlässigen.

Als Ertragsmass sollte neben dem Netto-Zinsertrag bzw. Die Limitendefinition erfordert zum einen die Bestimmung der Zinsänderung, für welche die Schwankung des Zinsertrages ermittelt wird. Sie kann in einer einfachen Parallelverschiebung der Zinskurve bestehen oder komplexe Veränderungen Niveau, Steigung und Krümmung inklusive der Eintrittswahrscheinlichkeiten berücksichtigen. Zum anderen ist die Zinsertragseinbusse festzulegen, welche aus den Risiken der Fristentransformation maximal toleriert wird.

In der einfachsten Form legt eine Ertragslimite fest, dass z. Diese können unterschiedliche Formen annehmen. Im einfachsten Fall wird wiederum eine bestimmte Parallelverschiebung der Zinskurve unterstellt. Komplexere Zinskurvenänderungen lassen sich ebenfalls berücksichtigen.

Die ermittelten Veränderungen des Barwertes des Eigenkapitals der Bank sind jedoch im Lichte der von der Bank verwendeten Messmethodik z. Überschreitungen der Globallimiten sind den zuständigen Personen in der Geschäftsleitung und dem Verwaltungsrat unverzüglich zu melden. Stresstests Das Risikomesssystem muss auch ein vernünftiges Urteil über die Wirkungen angespannter Marktbedingungen auf die Bank ermöglichen.

Entsprechende Stresstests müssen Szenarien berücksichtigen, die zu ausserordentlichen Verlusten der Bank führen. Mögliche Stressszenarien sind u. Darüber hinaus ist der Möglichkeit Rechnung zu tragen, dass in bestimmten Krisensituationen bestimmte Annahmen und Parameter plötzlich nicht mehr gelten. Besonders wichtig bei der Ermittlung des Risikoprofils einer Bank ist die kritische Überprüfung der Annahmen, die bei illiquiden Instrumenten und bei Bodensatzprodukten verwendet werden.

Bei der Durchführung von Stresstests ist Instrumenten oder Märkten, in denen Konzentrationen bestehen, besondere Aufmerksamkeit zu widmen, da solche Positionen in einer Krisensituation schwieriger zu liquidieren sind.

Die Banken müssen sowohl ein Worst-Case-Szenario prüfen, als auch wahrscheinlichere, weniger extreme Ereignisse. Die Geschäftsleitung muss periodisch die Gestaltung und die Ergebnisse solcher Stresstests überprüfen, über deren Auswirkungen auf die Ertrags- und Finanzlage der Bank informiert werden und dafür sorgen, dass angemessene Massnahmen getroffen werden.

Meldung der Zinsrisiken Ein genaues, aussagekräftiges und zeitnahes Management-Informationssystem ist für die Überwachung und Kontrolle der Zinsrisiken von zentraler Bedeutung. Es muss sowohl die zuständigen Mitglieder der Geschäftsleitung wöchentlich informieren als auch die Überwachung der Einhaltung der vom obersten Verwaltungsorgan festgelegten Politik unterstützen.

Damit die Geschäftsleitung die Zinsrisiken in ihrer Form und Höhe beurteilen kann, sind die Meldungen sowohl in aggregierter Form als auch in einem hinreichenden Detaillierungsgrad zu verfassen.

Die Berichterstattung hat regelmässig zu erfolgen und die aktuelle Risikoexposition ist mit den Limiten zu vergleichen. Die Berichte, die für das oberste Verwaltungsorgan und für die verschiedenen Ebenen der Geschäftsleitung erstellt werden, können sich zwar in ihrer Art je nach dem Risikoprofil der Bank unterscheiden, müssen aber mindestens folgende Angaben enthalten: Umfassende Kontrollen und Prüfung A.

Dokumentation und internes Kontrollsystem Das Risikoüberwachungssystem für die Zinsrisiken muss sich ins gesamte System der internen Kontrollen einfügen und ausreichend dokumentiert sein. Ein gut strukturiertes internes Kontrollsystem muss einen leistungsfähigen und effizienten Geschäftsbetrieb ermöglichen, verlässliche Meldungen über die Finanzlage erstellen sowie die Einhaltung der einschlägigen Gesetze, Vorschriften und internen Weisungen sicherstellen.

Dabei hat jede Bank selbst zu entscheiden, welche Methoden angemessen sind, abhängig von ihrer Geschäftsstrategie, der Komplexität der von ihr gehaltenen Instrumente und den übernommenen Risiken vgl. Abschnitt V des Rundschreibens. Messverfahren und Methoden sind an der best market practice zu orientieren. Bestimmung der effektiven Zinsbindung Eine Möglichkeit zur Bestimmung der effektiven Zinsbindung von Bodensatzprodukten sind Ansätze mittels replizierender Portfolios.

Die Grundidee besteht darin, das Zins- und Kapitalbindungsverhalten einer Position mittels Portfolios aus Marktzins-Kombinationen BenchmarkPortfolios so zu simulieren, dass die Varianz der Marge zwischen Kundenzinssatz und Rendite des replizierenden Portfolios minimiert wird.

Als Datenbasis für die Simulationen dienen historische Produkt- und Marktzinssätze. Ein anderer Ansatz versucht, die in Produkten eingebetteten Optionen direkt zu modellieren, d. Dabei erfolgt eine Einordnung der Nominalwerte Cashflows sämtlicher zinssensitiven Long- und Short-Positionen sowie der entsprechenden Zinszahlungen aus dem Bilanz- und Ausserbilanzgeschäft entsprechend ihrer Zinsbindung in vorgegebene Laufzeitbänder.

Instrumente mit festem Zinssatz werden entsprechend ihrer Restlaufzeit und Instrumente mit variablem Zinssatz entsprechend ihrem nächsten Zinsneufestsetzungstermin eingeordnet. Aktiva und Passiva ohne bestimmte Fälligkeit z. Sichteinlagen, Sparkonten oder variable Hypothekarkredite oder solche mit einer tatsächlichen Fälligkeit, die von der vertraglich vereinbarten Fälligkeit abweichen kann, werden von der Bank gemäss den in Abschnitt V.

Als Ergebnis entsteht eine Bilanzgliederung nach Zinsbindungsfristen, die Zinsbindungsbilanz. Sind die Aktiva grösser als die Passiva, spricht man von einem Aktiv-, im umgekehrten Fall von einem Passivüberhang. Anhand dieser Informationen ist es möglich, vor allem Risiken im Zusammenhang mit Fristigkeitsinkongruenzen zu erfassen. Die Anzahl der verwendeten Laufzeitbänder bestimmt dabei die Genauigkeit der Risikomessung.

Werden die Positionen in breite Bänder zusammengefasst, verliert die Messung naturgemäss an Genauigkeit. Steigende Zinssätze sind bei einem Aktivüberhang mit einer Zunahme der Nettozinserträge, bei einem Passivüberhang mit einer Abnahme der Nettozinserträge verbunden.

Mit dieser Gap-Analyse lässt sich der Ertragseffekt einfach ableiten. Welche Zinsänderungen in der Analyse verwendet werden sollen, könnte z. Die Gap-Berechnungen können mit Informationen über den mittleren Coupon pro Laufzeitband ergänzt werden, um die Veränderung der Nettozinserträge aus der GapAnalyse im Kontext zu beurteilen. Erstens geht die Methode von der Annahme aus, dass alle Positionen eines Laufzeitbandes gleichzeitig endfällig werden oder zur Zinsneufestsetzung anstehen.

Diese Vereinfachung beeinträchtigt die Messgenauigkeit um so stärker, je höher der Grad der Aggregierung in einem Band, d. Je feiner das Laufzeitbandraster gewählt wird, desto kleiner ist der Fehler aufgrund der Vernachlässigung des exakten Zahlungszeitpunktes. Zweitens werden Veränderungen der Spreads zwischen den Zinssätzen, die sich bei unvollkommen korrelierten Änderungen der Marktzinssätze ergeben können, nicht berücksichtigt Basisrisiko.

Drittens wird dem Struktureffekt aufgrund der statischen Betrachtungsweise der Bilanz nicht Rechnung getragen. Aufgrund dieser Schwachstellen liefert dieses Verfahren deshalb nur eine grobe Annäherung an die tatsächliche Veränderung der Nettozinserträge, die sich aus der angenommenen Änderung der Zinsstruktur ergibt.

Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass der aggregierte Effekt einer Zinsänderung über die zinssensitiven Positionen sämtlicher Fälligkeiten nicht ausgewiesen wird. Einfaches Verfahren zur Messung des Barwerteffektes Im Gegensatz zur ertragsorientierten Analyse erfasst die Barwertperspektive den Nettoeffekt einer Zinsänderung auf die zukünftig anfallenden Cashflows.

Um den Effekt einer Änderung der Zinsstruktur auf den Barwert des Eigenkapitals der Bank zu bestimmen, wird die Änderung des Barwertes bestimmt, die aufgrund der Diskontierung der Cashflows mit der veränderten Zinsstruktur gegenüber einer Diskontierung derselben Cashflows mit der unveränderten Zinsstruktur resultiert. Für diese Zwecke werden pro Laufzeitband mittlere Diskontierungsfaktoren berechnet.

Die Definition der Laufzeitbänder führt zu Messungenauigkeiten, und Basis- sowie Struktureffekte werden vernachlässigt. Ist die Duration auf der Aktivseite grösser als jene auf der Passivseite sogenannte positive Fristentransformation , so führt eine Zinserhöhung zur Abnahme des Barwertes des Eigenkapitals. Simulationsverfahren Die potentielle Wirkung von Zinsänderungen auf die Erträge und den Marktwert lässt sich genauer analysieren, indem die künftigen Entwicklungspfade der verschiedenen Zinssätze und deren Auswirkungen auf die Cashflows simuliert werden.

Ausserdem können in Simulationsverfahren verschiedenartige und genauer definierte Änderungen des Zinsumfelds berücksichtigt werden; von Änderungen von Neigung und Gestalt der Zinskurve bis zu Zinsszenarien, die aus Monte-CarloSimulationen abgeleitet werden. Implizite und explizite Optionen können ebenfalls mitberücksichtigt werden. Bei der statischen Simulation werden ausschliesslich die momentan vorliegenden Long- und Short-Positionen des Bilanz- und Ausserbilanzgeschäftes berücksichtigt.

Für eine Simulation wird ein Zinsszenario angenommen, das von einer Verschiebung oder einer Drehung der Zinskurve gegenüber einem Basisszenario oder einer Veränderung der Spreads zwischen verschiedenen Zinssätzen ausgeht.

Die Cashflows werden für die gesamte erwartete Laufzeit der Bestände der Bank simuliert und auf ihren Gegenwartswert abgezinst. Durch Vergleich dieses Barwertes mit dem Barwert aus dem Basisszenario erhält man die geschätzte Barwertänderung des Eigenkapitals der Bank. Wird eine ganze Reihe von Szenarien angenommen, die mit gewissen Wahrscheinlichkeiten eintreffen, so erhält man eine Wahrscheinlichkeitsverteilung für den Barwert des Eigenkapitals der Bank.

Voraussetzung für letzteres ist, dass die Szenarien so gewählt werden, dass die Interdependenzen zwischen den verschiedenen Zinssätzen richtig wiedergegeben werden. Mit den Annahmen über zukünftige Aktivitäten und Wiederanlagestrategien können die erwarteten Cashflows berechnet werden.

Dadurch ist es der Bank möglich, sowohl dynamische Interdependenzen von Cashflows und Zinssätzen zu berücksichtigen als auch die Auswirkungen eingebetteter oder expliziter Optionen besser zu erfassen. Damit stellen dynamische Simulationsmodelle insofern eine Weiterentwicklung der vorher genannten Ansätze zur Messung des Zinsrisikos dar, als sie die Cashflow-Datenbasis mit Hilfe von Prognosen über die weitere Geschäftsentwicklung in die Zukunft verlängern.

Letztere umfasst die Festlegung folgender Grössen: Bei der Zuordnung der zukünftigen Gewinne ist deren Entstehung angemessen zu berücksichtigen, besonders auch die Verweildauer der Mittel im Bestand und damit deren zeitlicher Beitrag zur Gewinnentstehung. Die künftigen Leistungen umfassen sämtliche Leistungen, die durch die gezahlte Prämie finanziert werden, darunter auch die Verwaltungskosten.

Die künftigen Prämien sind als Bruttoprämie inklusive sämtlicher Kostenbeiträge, Ratenzuschläge und Anteile von Rückversicherern zu verstehen. Überschussverwendung in Form der Beitragsverrechnung wird nicht berücksichtigt. Der Zahlungsstrom der Gewinne kann mit dem nachfolgenden Faktor den zukünftigen Prämien zugeordnet werden:. Voraussetzung dafür ist, dass die Aufteilung der Leistungen über den Zeitverlauf gleich bleibt und sich keine Effekte aus der Verweildauer im Bestand ergeben.

Die BaFin legt in dieser Auslegungsentscheidung vom 2. Inhaltlich unterscheiden sich die Vorgaben nicht wesentlich von den Ausführungen, die die BaFin bereits in der Vorbereitungsphase veröffentlicht hat vgl. Die Berechnungsansätze werden zum Teil konkretisiert. Dezember gültigen Rechtslage berechnet wurden.

Folgende Positionen zählen, soweit vorhanden, zur Solvabilität I-Rückstellung:. In der Lebensversicherung sind noch nicht fällige Ansprüche aus Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an Versicherungsnehmer nicht mindernd zu berücksichtigen.

Die Solvency II-Rückstellung wird, ggf. Die BaFin konkretisiert, dass in diesem Fall ein Teilbestand eine oder mehrere homogene Risikogruppen umfassen muss. Auslöser für eine Neuberechnung ist die wesentliche Veränderung des Risikoprofils eines Unternehmens, bspw.

In der Auslegungsentscheidung vom 2.